In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch gingen in einer texanischen Polizeistation zwei Notrufe ein, nachdem sich in einer Wohngegend des Städtchens Springtown ein Einbruch ereignet hatte. Das Absurde: Nicht nur die Hausbesitzer, auch der mutmaßliche Räuber selbst hatte die Beamten zu Hilfe gerufen.
Friedlich lagen James Gerow und seine Frau Lindy im Bett, als wie aus dem Nichts ein Unbekannter in ihrem Schlafzimmer auftauchte. Wohl erschrocken darüber, das Ehepaar angetroffen und sogar geweckt zu haben, flüchtete der mutmaßliche Einbrecher Christopher Moore in Richtung seines Fluchtfahrzeugs - einen Truck, den er in der Auffahrt geparkt hatte. Lindy Gerow rief die Polizei, während ihr Mann zur Pistole griff und die Verfolgung des Einbrechers aufnahm. Er und sein ebenfalls bewaffneter Sohn umzingelten das Fahrzeug und zielten auf Moore – der daraufhin in seiner Verzweiflung den Notruf wählte.
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„Ich bin irgendwo auf dem Land“, schilderte er der Beamtin am anderen Ende der Leitung, „so ein Kerl hat eine Waffe auf mich gerichtet.“ Auch Lindy Gerow telefonierte nach wie vor mit der Polizei: „Kommen Sie schnell oder mein Mann erschießt ihn!“ Doch das soll nie die Absicht des Hausbesitzers gewesen sein. Wie die „Dallas News“ berichtet, habe der Hausbesitzer seinem Sohn aufgetragen: „Töte ihn nicht; schieß ihm nur ins Bein“. Polizisten nahmen Moore, der bereits wegen Drogenhandels und Diebstahls vorbestraft ist, noch auf dem Privatgrundstück der Gerows fest. Seine Kaution wurde auf umgerechnet 27.000 Euro festgelegt.
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