Nach knapp zehn Jahren im US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba sind zwei Uiguren entlassen und an El Salvador übergeben worden. Die beiden Angehörigen einer muslimischen Minderheit in China ließen sich freiwillig in dem mittelamerikanischen Land nieder, teilte das US-Verteidigungsministerium am Donnerstag mit. El Salvadors Außenministerium bestätigte die Aufnahme der beiden Ex-Häftlinge.
Die zwei Männer zählten zu einer Gruppe von insgesamt 22 Uiguren, die nach dem Einmarsch der US-geführten Truppenkoalition in Afghanistan in einem dortigen Berglager festgenommen und unter Terrorverdacht nach Guantanamo gebracht worden waren. Dort wurden sie zunächst ohne Anklage festgehalten aber bereits vor Jahren von den Vorwürfen freigesprochen. Obwohl die USA freigesprochene Insassen normalerweise in ihre Heimatländer zurückschicken, lehnte Washington eine entsprechende Forderung Chinas ab, da den Uiguren dort Verfolgung und Folter drohen könnte. Derzeit befinden sich noch drei Uiguren in Guantanamo.


