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    Elefant Chumpol nach Kämpfen an Verletzungen gestorben

    Köln (dapd). Die Elefantenkuh Chumpol ist im Kölner Zoo an den Folgen eines Kampfes mit ihrer Herde gestorben. Die Obduktion habe ergeben, dass das Tier ein ausgekugeltes Hüftgelenk und schwere Muskelschäden davongetragen habe, teilte der Zoo mit. Letztendlich sei der Elefant an den posttraumatischen Folgen des Kampfes gestorben. Pfleger hatten das Tier am Mittwoch mit schweren äußerlichen Verletzungen gefunden. Trotz einer Notfallbehandlung verendete Chumpol wenig später.

    Wie der Kampf unter den Elefanten genau ablief, ist unklar. Der Kölner Zoo geht von einem "tragisch verlaufenen Zwischenfall" aus. Zunächst war davon ausgegangen worden, dass Chumpol im Badebecken des Geheges ertrunken war. Zudem wurde bei der Obduktion festgestellt, dass Chumpol mit ihren 55 Jahren doppelt so alt war wie angenommen.

    Der Bund gegen Missbrauch der Tiere (BMT) kritisierte eine nicht artgerechte Haltung von Elefanten in deutschen Zoos. "Die Tiere sind auf viel zu engem Raum und haben so keine Möglichkeit, Konfrontationen aus dem Weg zu gehen", sagte der Sprecher des Bundes am Freitag der Nachrichtenagentur dapd in Köln. Bei kleinen Gehegen würde sich einiges anstauen. Der Bund geht von bis zu zehn Angriffen unter Elefanten oder von Elefanten auf Tierpfleger im Jahr aus. Zwar sei das Elefantengehege in Köln das Beste in Deutschland, doch eine artgerechte Haltung der Dickhäuter sei schlicht unmöglich.

    Der 2004 eröffnete 20.000 Quadratmeter große Elefantenpark im Kölner Zoo bietet nach Angaben der Leitung eine möglichst artgerechte Haltung. Es gibt darin Schlammbäder, einen orthopädisch gestalteten Fußboden und mehrere Pools.

    dapd

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