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    Entlassen wegen Schoko-Topping

    McDonald’s-Kellnerin klagt gegen Rauswurf

    Sie wollte einem Kollegen einen Gefallen tun und wurde gefeuert: In Wales hat eine Kellnerin ihren Job bei einem McDonald’s-Restaurant verloren, weil sie gratis Schokostückchen über sein Eis streute. Nun klagt sie gegen ihren Rauswurf. Der Manager steht zu der kleinlichen Entscheidung.

    Bild: dapd„Mach mir einen Guten“, hatte der Kollege Sarah Finch gebeten, als er einen McFlurry bei ihr bestellte. Die 19-Jährige streute ihm Schokoladenstücke über den Eisbecher, ohne das Extra zu berechnen – und verlor ihren Job bei einer Filiale von McDonald’s in Wales. „Ich wurde wegen groben Fehlverhaltens rausgeworfen“, sagte sie der britischen Zeitung „The Daily Mail“. „Ich wurde beschuldigt, Essen gestohlen zu haben.“ Der Eisbecher kostet 99 Cent.

    Was Finch besonders wurmt: In dem Fastfood-Restaurant sei es unter den Managern gängige Praxis gewesen, unzufriedenen Kunden kostenlose Gerichte zu geben. „Das Problem war, dass ich es für jemanden, den ich kannte, auf seine Nachfrage hin getan habe.“ Andernfalls wäre sie nicht einmal verwarnt worden, vermutet Finch. Sie hat 18 Monate in dem Restaurant in der Stadt Carmathen im westlichen Wales gearbeitet, für 180 Britische Pfund pro Woche (rund 225 Euro). Vor ihrem Rauswurf beschrieb ihr Arbeitgeber sie laut der „Daily Mail“ als „außergewöhnliche Angestellte“. Sarah Finch klagt nun wegen ihrer unfairen Entlassung beim Berufsgericht in Cardiff gegen die Franchise-Firma Lonetree, die eine Kette von McDonald’s-Filialen betreibt.

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    Der Lonetree-Chef Ron Mounsey verteidigt die Kündigung in einem Brief an die Mutter von Sarah Finch. „Ich kenne die Umstände der Entlassung ihrer Tochter“, schrieb er. „Sie hat zugegeben, jemandem Essen gegeben zu haben, ohne eine Bezahlung zu erhalten. Das ist gemäß des Angestellten-Handbuchs ein grobes Fehlverhalten, die Konsequenz ist Entlassung.“ Mounsey schrieb weiter, dass seine Manager korrekt gehandelt hätten und er ihre Entscheidung unterstütze. „Sie denken vielleicht, dass das trivial sei. Aber bei 740 Angestellten würden sich solche Vorfälle schnell häufen, wenn wir darüber hinwegsehen würden.“




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