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    Erdogan verfehlt trotz historischen Sieges sein Wahlziel

    Kooperation mit politischem Gegner bei Verfassung nötig

    Bei den Parlamentswahlen in der Türkei haben Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan und seine AKP einen klaren Sieg errungen, ihr Wahlziel einer Zweidrittelmehrheit aber verpasst. Deshalb muss die religiös-konservative AKP bei der anstehenden Ausarbeitung einer neuen Verfassung auf die Opposition zugehen. Erdogan kündigte in seiner Siegesrede am Sonntagabend entsprechend an, die Verfassung im Konsens erarbeiten zu wollen.

    Nach den von den Fernsehsendern verbreiteten noch inoffiziellen Ergebnissen kam die AKP auf 49,9 Prozent der Stimmen. Es ist das erste Mal in der Geschichte der Türkei, dass eine Partei eine dritte Amtszeit hintereinander gewinnt und dann noch mit steigender Zustimmung. Trotzdem verfehlte die Regierungspartei die Zweidrittelmehrheit, mit der sie die Verfassung hätte allein ausarbeiten und im Parlament verabschieden können. Dafür wären in dem 550 Sitze zählenden Parlament 367 Mandate notwendig gewesen. Die AKP kam aber nur auf 326 Sitze.

    Damit blieb Erdogans Partei auch knapp unter der Zahl von 330 Abgeordneten. Damit hätte die AKP zumindest einen Verfassungstext vom Parlament beschließen lassen können, der dann in einem Referendum hätte gebilligt werden müssen. Nun muss sich die Regierung mit den übrigen Parteien über den Verfassungstext einigen. Entsprechend erklärte Erdogan vor seinen jubelnden Anhängern: "Die Menschen haben uns gesagt, dass die neue Verfassung durch Kompromiss, Beratungen und Verhandlungen entstehen soll."

    Die derzeitige türkische Verfassung war 1982 unter Herrschaft der Militärs nach einem Staatsstreich in Kraft getreten. Obwohl grundsätzliches Einvernehmen der Parteien darüber herrscht, dass das EU-Bewerberland eine neue, moderne und demokratischere Verfassung braucht, haben sich die verschiedenen Lager bisher nicht auf einen gemeinsamen Entwurf einigen können.

    Nach der AKP kamen die größte Oppositionspartei, die säkularistische CHP, auf 25,9 Prozent der Stimmen und die rechtsgerichtete MHP auf 13 Prozent. Neben der AKP war die Kurdenpartei BDP der zweite große Sieger der Wahl. Sie stellt im neuen Parlament 36 Abgeordnete. Sie hatten als Unabhängige kandidiert, um die in der Türkei geltende Zehn-Prozent-Hürde zu umgehen. Die prominente Kurdenpolitikerin Leyla Zana errang in der südostanatolischen Provinz Diyarbakir ein Direktmandat und kehrt damit in die Volksvertretung in Ankara zurück. Anfang der 90er Jahre war sie aus dem Parlament geworfen und für mehrere Jahre ins Gefängnis gesteckt worden, weil sie bei ihrer Vereidigung Kurdisch sprach.

    Erstmals seit rund fünf Jahrzehnten wird in Ankara auch wieder ein christlicher Abgeordneter, der Anwalt Erol Dora, im Parlament sitzen. Zudem werden dem neuen Parlament mehr Frauen angehören als bisher. Die Wähler schickten insgesamt 78 Frauen in die Volksvertretung. Außerdem sind neun Abgeordnete im künftigen Parlament, die schon wegen mutmaßlichen Komplotts gegen die Regierung im Gefängnis saßen.

    Die Europäische Union gratulierte Erdogan zu seinem Sieg und äußerte zugleich die Hoffnung auf neuen Schwung für die Beitrittsverhandlungen. Die neue Verfassung müsse "im Geist von Dialog und Kompromiss" erarbeitet werden und das Vertrauen zwischen Ankara und Brüssel stärken, erklärten EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy und Kommissionspräsident José Manuel Barroso am Montag in Brüssel.

    Quizaction

     

    53 Kommentare

    • Yahoo! Benutzer  •  vor 11 Monaten
      Was für eine Schande , die leute dier hier so kommentar abgeben-- haben keine Ahnung was auf der Welt so alles passiert... Eins ist sicher keiner/e davon die hier schreiben waren schon mal in Türkei, wenn dann nur zum urlaub, typisch Europär .. Das Volk in Türkei und in der ganzen WELT haben selbst nach ihren freien wunsch ERDOGAN gewählt.. Niemand auf der welt hat das recht über ein anderes Land deren Wahl und Regierung zu kritisieren. Falls so was der fall sein sollte , iste es dem Wähler eine beleidigung .. Und in sachen Menschenrechte muss sich Europa mehr anstrengen als TÜRKEI.. siehe Solingen , siehe NPD und morddrohungen an Ausländische mitbürger
      • Yahoo! Benutzer vor 11 Monaten
        Also da muss ich mich melden: Alles Vorurteile, die Ihr hier von Euch gebt. Ich z.B. bin Deutsche, mag die meisten türkischen Mitbürger (ob alt oder jung, gerne und Vieles, was aus dem Orient an Kultur, Kunst, Lukullischem, Voklstümlichem zu uns gebracht wurde. Das ist nämlch sehr sehr viel. Ihr würdet ziemlich dämlich schauen, wenn Ihr auf all das verzichten müsstet. Allerdings mag ich einige meine deutschen Mitbürger leider nicht immer ja ich könnte reissaus nehmen, wenn ich Einige nur sehe ;-) und ich war noch nie in der Türkei. Aber was nicht ist - kann ja noch werden.

        Und nun?

        *grins*
        XS
      • lol vor 11 Monaten
        jupp... hau ab!
    • Honey von bb  •  vor 11 Monaten
      Leute,Leute ...

      Keine Hektik @#$%.

      Erst mal abwarten,wie es in 12-24-36-48 Monaten in der Türkei aussehen wird?

      Wetten? Es wird nicht besser !
      Weil sich viele Türken,die Erdogan`s Partei gewählt haben,auch in 48 Monaten im Kopf
      nicht viel ändern werden.
      Hoffentlich täusche ich mich .
    • lo tavanol  •  vor 11 Monaten
      Turkei ist kein Freund Europas sondern ihre Münze...
    • Ömer  •  vor 11 Monaten
      ICH BIN FROH DAS ERDOGAN DIE TÜRKEI ZUM DRITTEN MAL FÜHREN WIRD. ICH BIN STOLZ EIN TÜRKE ZU SEIN UND MOSLEM BIN.

      AN ALLE EU'LERN:
      HABT KEINE ANGST, WIR WERDEN NICHT IN DAS EU UNION KOMMEN. DOCH WENN IHR IN DIE TÜRKEI KOMMEN WOLLT, HERZLICH WILLKOMMEN UNSERE TÜREN SIND FÜR JEDEN GEÖFFNET. AUF EUCH UND EUREM RELIGION UND DEN PRÄSIDENTEN SIND WIR NICHT NEIDISCH. DAS IST DAS UNTERSCHIED ZWISCHEN DEN CHRISTEN UND DEN ISLAMISTEN. WIR LIEBEN UND MÖGEN ALLEN MENSCHEN DER WELT.
    • Yahoo! Benutzer  •  vor 11 Monaten
      die Islamisierung der Welt schreitet unaufhaltsam fort, Kopfttuch,Burka,Sharia,Steinigen,Moscheen,Selbsmordattentäter
      ist die Zukunft,das ist modern ,das setzt sich durch.
      Demokratie und Menschlichkeit sind out !
      • Yahoo! Benutzer vor 11 Monaten
        was weist du schon Über TÜRKEI. bestimmt gar nichts.. Und menschen rechte in Deuzschland ist eh OUT .. siehe Solingen , siehe NPD
    • mk  •  vor 11 Monaten
      oh, kanuni, hat Erdogan seine Intelligenz im A.....??? Dann wundert mich nichts mehr.
    • Abdullah  •  vor 11 Monaten
      Yusuf Yilmaz und alle ähnlichen,

      Ihr habt keine Ahnung, was in der Türkei abgeht. Wie könnt Ihr Euch eine Meinung bilden, wo Ihr doch augenscheinlich alle nicht in der Türkei lebt? Erdogan hat ganz klare Ansagen, was man von den Europäern nicht behaupten kann. Ihr braucht keine Angst zu haben, wir würden über Europa herfallen. Uns geht es viel besser, als viele Mitgliederstaaten der EU. Also, was soll das?
    • nobbi  •  vor 11 Monaten
      Vorsicht bei allen Beurteilungen!
      Nicht den roten Faden dessen, was Erdogan wirklich plant, vergessen!!
      Wenn eine heuchlerische, demokratische Verfassung in der Türkei verabschiedet wird, danach die Türkei von unseren Gutmenschen in die EU aufgenommen und anerkannt wird, dann sind der Islamisierung des Abendlandes Tür und Tor geöffnet.
      Und darauf läuft doch alles hinaus, dann hat Erdogan sein Ziel erreicht und nichts anderes!!!
      Wollen wir Europäer das?
      Ich nicht!!
      • Ömer vor 11 Monaten
        Nobbi keine Angst wir werden nicht ins Eu kommen. Aber ihr seid uns immer herzlich willkommen. Sehd ihr? Das ist das Unterschied zwischen Christen und Islamisten.
      • mk vor 11 Monaten
        kannst Du uns Dein Wort darauf geben???? Aber soviel Einfluus hast Du nicht, schade drum.
        Das wir willkommen sind liegt doch sicher auch daran, dass wir Devisen ins Land bringen, oder?
    • Haytennis  •  vor 11 Monaten
      Die Christen in der Türkey leben bis heute versteckt und in Angst, und was in letzter Zeit geschehen ist, waren nur Schmeicheleien. Es wurden Dinge versprochen, aber nicht eingehalten. Alles was sie wollen ist, dass sie Europa möglichst den Eindruck geben, dass sie auch demokratisch sind. Ich bin mir sicher, wenn Türkey ins EU kommt, wird sie menschenrechtlich wieder den falschen Weg wählen.
      • Ömer vor 11 Monaten
        Hallo David. Über die Türkei schreibt Ihr wie Philosophen. Ihr habt 10 fingern und einen Tastatur vor Euren nase. Schreibt einfach was ihr wollt, ob gewolt oder ungewollt, gewusst oder... Warst du schonmal inder Türkei? Dieses Jahr werden wieder mehr als 25 Milionen Menschen (Mehrheit Christen) inder Türkei sein. Nimm dir doch mal Urlaub von deinem Chef und flieg in die Türkei. Dann wirst du sehen, ob die christen dort in Angst und versteckt leben. Ausserdem, wer will denn in EU? Wisst Ihr nicht wo sich jetzt die EU befindet? Was mit dem Währung "EUR" noch passiert?
      • Uli vor 11 Monaten
        @Ömer: und was willst du dann hier, wenn es doch dort so toll ist ??? Verschwinde einfach. Dich will hier niemand.
      • Yahoo! Benutzer vor 11 Monaten
        david.. was wesit du schon über Menschen rechte.. gar nichts.. dagegen hat Türkei mehr wisen als ihr da-- guckt euch mal an .. Solingen .. NPD usw
    • Schuerzengina  •  vor 11 Monaten
      Jeder Staat bekommt den Präsidenten, den es verdient :-)
    • caretta  •  vor 11 Monaten
      ja,ja TURKEI hat wenigstens keine KZ lager.. Wie ich sehe sind die grossenkel von adolf am werke..ja aber die TURKEN sind OSMANEN und keine juden .. wer eier hat soll morgen in der stadt seinen Turkenhass ausrufen..nicht anonym im internet..
      • sabbine vor 11 Monaten
        das sind doch die,die sich auf der strasse nicht trauen.
        aber hier mutig sind.
    • Bodo  •  vor 11 Monaten
      Yusuf Yilmaz vor 7 Stunden : Du hast gut analysiert.
      Leider ist Erdogan aber der erste wirklich charismatische Führer der Türken seit Atatürk.
      Nur darf man ihn gerade mit diesem n i c h t in einen Topf werfen :
      Während der "Vater der Türkei" sein Land nach Westen öffnete, steuert Erdogan scheint`s einen
      in sich widersprüchlichen Kurs : wirtschaftlicher Aufschwung + vorsichtige Annäherung an die EU,
      aber eigentlich nur halbherzig, seit man in Brüssel den Laden erkennbar nicht im Griff hat.
      Die Türkei mit ihrer Hínwendung zum Islam würde ein noch schwierigerer Partner für Resteuropa,
      wenn sie schlau sind, tun sie sich den Euro als Währung nicht an.
      Eine "privilegierte Partnerschaft" tut`s doch auch - für beide Seiten.
      Man kann zwar die Türkei wahrlich nicht mit dem "Mogelnachbarn Griechenland" vergleichen,
      dies bedauernswerte Land veranschaulicht aber immerhin, wie schnell es abwärts gehen kann,
      wenn man zu grosse Brötchen backen will....

      PS. Ob Herr Erdogan sich tatsächlich in dem von Dir behaupteten Umfang bereichert,
      kann ich nicht beurteilen.
    • blacktea  •  vor 11 Monaten
      Marcel, Die Türkei unter der Erdogan regierung legt seine schützende Hand über alle ethnien, nationalitäten, Volks- und Kulturgruppen, die unter der türkischen Flagge leben.
      Niemand wird ausgegrenzt, jeder wird gefördert, denn DAS ist türkische Gastfreundschaft! Menschen aller Herrenländer leben in der türkei und bezeugen, herzlich willkommen zu sein ! Niemand verlangt von ihnen das sie sich assimilieren. Sie werden gehütet und beschützt als das was sie sind! In der Türkei ist Keine Kultur "fremd"! , jeder ist herzlich Willkommen!
      DAS ist kulturelle vielfalt! DAS ist kulturelle freundschaft!
      Kulturhauptstadt Istanbul = Treffpunkt aller Kulturen ;)
    • Yahoo! Benutzer  •  vor 11 Monaten
      Erdogan hat was auf die beine gestellt,ob ihr ihn mögen tut oder nicht es ist die wahrheit wenn Das Land nicht gut regiert wird ,das behaubten ja hier jede menge leute wieso inwestieren die Deutschen kapital besiztzer nach Türkei oder wieso ist die Türkische Lira wertvoll geworden,von wegen serria land das kann doch einland wie Türkei vor erst sich nicht leisten wenn ja warum werden wie länder Rusland die viezum aufgehoben,oder im jahr kommen zehn Millionen Toristenn inns land.Also erst dennken dann schreiben Türkei und die Türken werden reicher das ist die wahrheit wie die Europer oder Amerikaner.Und das haben wir zur zeit dem Erdogan und sein kabinet zu dannken.
    • Devils eyes  •  vor 11 Monaten
      Bei den kommentaren lacht man nur , :):):):)
    • gh  •  vor 11 Monaten
      Dieser Yusuf kann nur ein Kurde sein. Keine anderer Türke würde so über sein Land reden. Erdogan hat in letzten 8 Jahren mehr getan wie alle Politiker seid Gründung der Türkischen Republik. Alles Neider. Nicht wir wollen in die EU sondern die EU braucht uns. Ihr Mediengebildeten Volldeppen. Was hat Erdogan in den letzten 8 Jahren verboten? Nichts. Ganz im gegenteil, er hat Türkei freier und Liberaler gemacht. Er hat Heuchler und Korrupte Politiker sowie die Arschlöcher aus der Armee die Türkei verkauft haben, verhaften lassen. Die Gerechtigkeit gewinnt immer. Gott sei Dank hat er wieder gewonnen, sonst wäre Türkei verloren in Händen von Ami bezahlten Politikern und Generälen.
    • Marcel  •  vor 11 Monaten
      Seien wir doch mal ehrlich: der Mann hat klare separatistische Vorstellungen. Die türken in D sollen sich am besten soweit von der Mehrheitsgesellschaft entfernen, dass sie weiterhin gehorsame türkische staatsbürger bleiben.
      Mit dem integrativen gedanken in einem multi-ethnischen lebensraum wie in deutschland zu leben, hat das nix zu tun.
      Bevor er wieder fordert türkische schulen zu bauen, könnte er ja den kurden ihre namen wiedergeben um mit gutem beispiel voranzugehen.
      Die sonstigen minderheits-freundlichen Aktionen Erdogans sind doch nur schmeicheleien sowohl innner- als auch außenpolitischer Absichten die Angriffsflächen zu verringern.
      Der Mann war nicht umsonst im Knast u.a. wegen folgendem Ausspruch:
      "„Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.“
      Ob dies gerecht war sei mal dahingestellt. Aber zeigt ganz klar die gesinnung auf. Stellen wir uns doch mal vor Berlusconi oder Bush würden folgendes äußern: "Die Kirchen sind unsere Kasernen, ihre Türme unsere Bajonette, ihre Dächer unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.“

      Und diese Einstellung sollen wir uns nach Europa holen?

      @#$% NICHT
    • Yahoo! Benutzer  •  vor 11 Monaten
      @ sabine, zu
      brunobonito
      ja, die wollen alle unsere Hilfe haben...............und weisst du auch warum ?
      weil ihr gesamten Deutschen-Hasser ziemlich doof und behindert und ohne richtige Bildung seit !
      Ihr habt einfach nix in der Birne und braucht unsere Entwicklungshilfe !
    • birgit  •  vor 11 Monaten
      das ist doch klar das erdogan gewinnt ist doch kein anderer da.mit korruopion kommt man weit siehe karasei in afghnistan mir tun nur die türken leid die einen Umschwung wollen
    • Hashim  •  vor 11 Monaten
      Yusuf Yilmaz dein Kommentar ist korrekt! Aber das gibt es nicht nur in Türkei! Siehe Berlusconi!
      Was hat der alles gemacht. Aber Tatsache ist das jeder 2. den Erdogan gewählt hat! Und denen die Ihn gewählt haben geschieht es Recht! Türkei ist nicht mehr zu helfen. Europa? Hahahahahahahhahahha, weiter so ihr 50% aus Türkei die Ihn gewählt haben und morgen schreit Ihr wieder nach Recht und Ordnung. Der Erdogan lacht sich doch innerlich kaputt
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