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    Israel droht Hamas nach Anschlägen mit Bodenoffensive

    Luftangriffe auf Gazastreifen und Raketen gegen Israel

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    Die tödlichen Anschläge im Süden Israels haben zu einer neuen Serie der Gewalt im Nahen Osten geführt. Nach Luftangriffen auf den Gazastreifen drohte der israelische Armeesprecher Joaw Mordechai mit einer Bodenoffensive; aus dem Gebiet wurden Raketen auf Israel abgeschossen. In Ägypten gibt es widersprüchliche Angaben über mindestens drei nahe der israelischen Grenze getötete Polizisten.

    "Wenn die Hamas eine Eskalation will, dann wird sie einen hohen Preis zahlen", sagte Mordechai nach der Anschlagsserie nahe des südisraelischen Badeorts Eilat vom Vortag. Es stünden "alle Optionen" offen, auch eine Bodenoffensive, sagte er.

    Israel macht radikale Palästinenser für die Anschläge verantwortlich, bei der acht Israelis getötet worden waren. Kurz nach den Anschlägen hatte Israel Luftangriffe auf den von der Hamas kontrollierten Gazastreifen geflogen und dabei sechs Palästinenser getötet. Am Freitag wurden nach Angaben palästinensischer Rettungskräfte bei weiteren Luftangriffen mindestens drei Palästinenser getötet.

    Unter den Toten war auch der Anführer des palästinensischen Volkswiderstandskomitees, einer bewaffneten Palästinensergruppe, die von Israel direkt für die Anschläge verantwortlich gemacht wird. Die Gruppe kündigte Vergeltungsmaßnahmen an. Ein Sprecher sagte aber, die Gruppe stehe nicht hinter den Anschlägen vom Donnerstag. Gleichwohl werde der Angriff "begrüßt".

    Nach Angaben der israelischen Armee wurden in der Nacht insgesamt rund ein Dutzend Raketen und Granaten vom Gazastreifen aus auf Israel abgefeuert. Beim Einschlag einer Rakete in der Stadt Aschdod im Süden Israels wurden laut Polizei drei Menschen verletzt, einer von ihnen schwer.

    Zu den Umständen des Todes von mindestens drei ägyptischen Polizisten gab es widersprüchliche Angaben. Wie die ägyptische Nachrichtenagentur MENA berichtete, starben sie am Donnerstag, als ein israelischer Kampfhubschrauber eine Rakete auf mutmaßliche palästinensische Extremisten abfeuerte. Der Zeitung "El Ahram" zufolge wurden sie von bewaffneten Männern getötet, die versuchten, von Israel aus nach Ägypten einzudringen. Aus Sicherheitskreisen hieß es, am Donnerstag und Freitag seien insgesamt sechs Polizisten getötet worden.

    Ägypten kritisierte Israel für den Tod der Polizisten und forderte eine Untersuchung, wie das Staatsfernsehen berichtete. Ägyptens Generalstabschef Sami Anan wollte nach Armeeangaben in den Sinai reisen, um Informationen zum Tod der Beamten zu erhalten.

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