Im Süden Ägyptens ist es erneut zu religiösen Unruhen gekommen. Die Polizei ging in der Stadt Kom Ombo gegen muslimische Demonstranten vor, die sich vor einer christlichen Kirche versammelt hatten, wie aus Sicherheitskreisen verlautete. Die Demonstranten vermuteten demnach, in der Kirche verstecke sich eine zum Christentum konvertierte Frau. Den Angaben zufolge bewarfen die Protestierenden die Polizei mit Steinen, worauf die Beamten mit Tränengas geantwortet hätten. Vor der Kirche hatte es schon am Donnerstag eine Demonstration gegeben.
Spannungen zwischen Muslimen und den ägyptische Kopten sind häufig. In vielen Fällen geht es dabei um angeblich zur anderen Religion übergetretene Gläubige. Die Kopten machen rund sechs bis zehn Prozent der ägyptischen Bevölkerung aus. Sie wurden zuletzt häufig Opfer tödlicher Angriffe.


