EU-Industriekommissar Antonio Tajani hat die Regierungen der Europäischen Union zu strengeren Kontrollen von Spielzeug aufgefordert. "Es ist von entscheidender Bedeutung für die Gesundheit der Kinder, dass Kinderspielzeug ungefährlich und ungiftig ist", sagte Tajani der "Welt" vom Mittwoch. Er rief die nationalen Prüfbehörden auf, die ab Mittwoch geltenden neuen Sicherheitsanforderungen für Spielzeug "sehr streng zu überprüfen". Notfalls müsse Spielzeug, das den Sicherheitsanforderungen nicht entspreche, "unverzüglich vernichtet werden".
In der EU trat am Mittwoch eine Richtlinie in Kraft, die Kinder besser vor gefährlichem Spielzeug schützen soll. In Deutschland und den 26 anderen EU-Staaten gelten strengere Grenzwerte etwa für chemische Substanzen, die Krebs auslösen oder das Erbgut schädigen können. Sie dürfen sich nicht mehr in "zugänglichen Teilen" der Spielsachen befinden. Besonders giftige Schwermetalle wie Blei oder Quecksilber sind ganz verboten. Allerdings können Spielsachen weiterhin "Spuren" solcher Schwermetalle enthalten, die bei der Herstellung entstehen. Die Grenzwerte für Nickel wurden gesenkt. Allerdings gilt für diese Stoffe noch eine Übergangsfrist von zwei Jahren. Die neuen Vorschriften für giftige Schwermetalle und Chemikalien greifen daher erst bei Spielsachen, die ab dem 20. Juli 2013 auf den Markt kommen. +++ Berichtigung: Im zweiten Absatz wird im hinzugefügten fünften Satz nun klargestellt, dass Spielwaren auch künftig noch Spuren von Schwermetallen enthalten könnten. Zudem ist am Ende der Meldung klargestellt, dass die Übergangsfrist bis Juli 2013 für sämtliche giftige Substanzen gilt und nicht nur für einzelne Chemikalien. +++Entdecken Sie Yahoo! mit Ihren Freunden
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