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    EU-Kommission: Wirtschaft in Eurozone schrumpft 2012

    BIP-Minus von 0,3 Prozent und Inflation von 2,1 Prozent

    Meistgelesene Artikel - Wirtschaft

    Die Wirtschaftskraft der Eurozone schrumpft in diesem Jahr laut Prognose der EU-Kommission um 0,3 Prozent. Nach den in Brüssel veröffentlichten Daten entwickelt sich die Wirtschaft in den 17 Euro-Ländern somit deutlich schlechter als bisher von der EU-Kommission angenommen. Im November war die Brüsseler Behörde noch von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in der Eurozone von 0,5 Prozent ausgegangen.

    Die Inflationsrate wird den Berechnungen zufolge in diesem Jahr bei 2,1 Prozent in der Eurozone liegen und damit 0,4 Prozent über der Herbst-Prognose. In der gesamten EU stagniert die Wirtschaftskraft der Prognose zufolge (0,0 Prozent), anstatt um 0,6 Prozent zu wachsen, wie noch im Herbst angenommen. Die Verbraucherpreise werden demnach in den 27 EU-Ländern zusammen genommen um 2,3 Prozent steigen.

    Die Erwartungen haben sich allgemein seit der Prognose im November eingetrübt. "Obwohl das Wachstum abreißt, sehen wir Zeichen der Stabilisierung in der europäischen Wirtschaft", zeigte sich EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn jedoch zuversichtlich. Die Unruhe an den Finanzmärkten nehme beispielsweise ab.

    Deutschland kommt der Prognose zufolge weiterhin vergleichsweise gut durch die Krise: Die Kommission rechnet für dieses Jahr mit einem Plus von 0,6 Prozent der Wirtschaftskraft. Im Herbst hatte sie aber noch ein Plus von 0,8 Prozent für das Jahr 2012 erwartet. Die Verbraucherpreise steigen in Deutschland den Berechnungen zufolge um 1,9 Prozent und somit weniger stark als im europaweiten Vergleich.

    Besonders schlecht entwickelt sich die Wirtschaft der Sorgenkinder Griechenland und Portugal, wo das BIP der Analyse zufolge um 4,4 Prozent beziehungsweise 3,3 Prozent schrumpft. Auch das ist schlechter als noch in der Herbst-Prognose erwartet - damals war die Kommission davon ausgegangen, dass Griechenlands BIP um 2,8 Prozent zurückgeht, das BIP Portugals um 3,0 Prozent.

    Nach einem Minus von 6,8 Prozent im Jahr 2011 sinkt die griechische Wirtschaftskraft somit im fünften Jahr in Folge. Erst am Dienstag hatten die Euro-Länder neue Milliardenhilfen für Griechenland beschlossen, um das Land vor der Pleite zu bewahren.

    Die als Wackelkandidaten in der Schuldenkrise geltenden Länder Italien und Spanien müssen sich laut Prognose auf einen Rückgang ihrer Wirtschaftskraft in Höhe von 1,3 Prozent beziehungsweise 1,0 Prozent einstellen. Vergleichsweise gute Nachrichten hingegen gibt es für Irland, das wie Griechenland und Portugal internationale Notkredite in Anspruch nehmen musste. Die EU-Kommission revidierte zwar auch hier ihre November-Prognose nach unten, erwartet aber noch immer ein Wachsen der irischen Wirtschaft in diesem Jahr um 0,5 Prozent.

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    11 Kommentare

    • Robert Leßig  •  vor 2 Monaten
      Wer vor einem halben Jahr diese Entwicklung voraussagte, wurde als Unrealist beschimpft. Jetzt ist ersichtlich, dass es noch weiter abwärts gehen wird mit Europa, ganz im Gegensatz zum täglichen Politikergequatsche.
      Die Regierenden vergeuden die Steuergelder und behaupten gleichzeitig, ihr Handeln diene der Stabilisierung der Wirtschaft. Die Leidtragenden dieser unseligen Politik sind die Völker, die Gewinner wie üblich die Banken und Konzerngewaltigen.
      Ich frage mich, wie lange werden die Wähler noch den verbreiteten Unsinn glauben und dem Hosenanzug eine realistische Politik nachsagen? Ebenso diesem anderen, der immer so wissend lächelt und doch keine Ahnung von der Krisenhaftigkeit dews Kapitalismus hat.
      • CH vor 2 Monaten
        vollommen richtig, die Asier lachen sich tot über uns Europäer.
    • Yahoo! Benutzer  •  vor 2 Monaten
      deutschland geht sang und klanglos unter
      • CH vor 2 Monaten
        aber ohne mich, ich bin dann mal weg...
      • Yahoo! Benutzer vor 2 Monaten
        lol
    • Fredo Friedo  •  vor 2 Monaten
      Das schrumpfende Wachstum oder die wachsene Schrumpfung. China wächst weiter mit 9 %. Irgendwas müssen die besser machen als die EU-Kommission mit ihren Fehlsteuerungen (Griechenland!).
    • Andreas  •  vor 2 Monaten
      Logisch. Sinkende Löhne und immer mehr Prduktion in China - wo soll's herkommen?
      Dafür aber versenken wir Steuermilliarden im Griechischen Bankengrab.
    • CH  •  vor 2 Monaten
      das haben die kleinen Bürger schon vor einem halben Jahr gewusst ! Deutschland kann zugekippt werden oder für 1,- EUR verkauft, vielleicht bei ebay ?
    • hermann  •  vor 2 Monaten
      Nach Wulff sollte auch unsere Regierung zurücktreten. Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und Europa geht auf die Unfähigkeit der Regierung zurück, deren einzige Antwort auf die Krise "Totsparen" ist. Und von Vorbeugung und Beteiligung der Bürger an Krisenbewältigung hat sie allemal keine Ahnung, dafür aber mehr, wie Pfründe gesichert werden. Warum kämpfen wir nicht alle vereint für eine Regierung von parteiunabhängigen, kompetenten und ehrenhaften Fachleuten, die im ständigen Austausch mit den Bürgern, besonders denen, die kein "würdiges" Leben führen können, die öffentlichen Geschicke in die Hand nehmen? Das käme auch den übrigen Europäern zugute, ohne die wir Deutschen unsere Wohlfahrt nicht sichern können.
    • G.  •  vor 2 Monaten
      2,1% Inflation. Das ist nie und nimmer wahr. 10% halte ich für realistisch, wenn man alleine den Anstieg der Lebensmittel und Benzinpreise sieht.
      • CH vor 2 Monaten
        die zehn Prozent werden noch nicht einmal reichen, lieber G.
    • stefan f  •  vor 2 Monaten
      wenn die öffentliche Hand der Länder zu sehr spart den stagnieren die Investitionen, und die Wirtschaft als ganzes kommt ins stocken.
    • Gegen Niedriglohnsklavere ...  •  vor 2 Monaten
      Das nennt man dann Sparschrumpfen zwecks €urorettung und um in Deutschland die Löhne niedrig zu halten zu Gunsten der Banken, Bänker, Manager und dem ganzen Finanzkapitalisten-G.e.s.i.n.d.e.l
    • G.  •  vor 2 Monaten
      Schrumpfende Wirtschaft... früher nannte man das Rezession. Glauben die Journalisten, dass das Volk inzwischen so dumm ist, das es mit Fremdwörtern nicht mehr umgehen kann oder haben sie so große Angst das Wort auszusprechen und das Kind beim Namen zu nennen?
    • Schall und Rauch  •  vor 2 Monaten
      klar, Deutsche verlassen zunehmend ihre Heimat und dafür kommen Einwanderer, die weder deutsch beherrschen, noch einen Beruf haben und nur haben wollen, schaffen wollen die wenigsten, das kostet einen Staat eine Menge Geld, wenn immer weniger ein Produkt schaffen, können sich auch immer mehr weniger leisten.
      • Baerbel vor 2 Monaten
        ich denke damit du mal kräftig einen Research machen solltest.Wenn Deutsche auswandern,dann in ein Land wo sie mehr verdienen.Das gleiche Recht nehmen sich aber auch Menschen aus anderen Ländern heraus.Es wandern nicht so viele Aus wie du denkst.Deine Feststellung grenzt an Rassismus.