Brüssel (dapd). Die Europäische Union will in den nächsten Jahren erhebliche Anstrengungen unternehmen, um die Verkehrsverbindungen zu ihren Nachbarn schneller und zuverlässiger zu machen. Das kündigte die Kommission am Donnerstag in Brüssel an. Die Kommission verspricht sich davon nicht nur Erleichterungen, mehr Sicherheit und Zeitersparnis für EU-Reisende, sondern auch Verbesserungen und Geldersparnis im Warenverkehr mit den östlichen und südlichen Nachbarn.
Neben mehr Effizienz beim Flug-, Straßen-, Schienen und Schiffsverkehr sollen auch Zeitverluste beim Grenzüberschritt verringert werden. Um die Wartezeiten an den Grenzen zu reduzieren will Brüssel beispielsweise die Zusammenarbeit mit dem weißrussischen, dem ukrainischen und dem moldawischen Zoll verstärken. Wichtige Infrastrukturprojekte sollen unterstützt und sowohl die technische Zusammenarbeit im Bahn- als auch die Sicherheit im Straßenverkehr verbessert werden. Zum Teil könnte die Reisezeit um ein Viertel reduziert werden, erklärte EU-Verkehrskommissar Siim Kallas.
"Wenn wir wirklich ernsthaft den Ausbau der Beziehungen zu unseren Nachbarn anstreben, müssen wir jetzt die für den grenzüberschreitenden Güter- und Personenverkehr erforderlichen Infrastrukturen aufbauen, Bürokratie abbauen und Engpässe beseitigen", erklärte Kallas. Insgesamt sind auf mittlere und lange Sicht 20 Maßnahmen geplant.
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