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    SPD wirft Regierung bei Eurokrise Versagen vor

    Regierung bestreitet Dissens mit Frankreich

    Meistgelesene Artikel - Politik

    Die SPD hat das Vorgehen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrer Regierung in der Eurokrise scharf kritisiert. SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier sprach nach einer Fraktionssitzung von "Versagen im Regierungsmanagement". So seien die vergangenen Wochen nicht dafür genutzt worden, sich mit Frankreich auf eine gemeinsame Position für den anstehenden EU-Gipfel zu verständigen. Die Bundesregierung bestritt indes einen Dissens zwischen Deutschland und Frankreich über die Ausgestaltung des Euro-Rettungsfonds EFSF.

    Der Gipfel soll aufgrund der anhaltenden Meinungsverschiedenheiten über die Ausgestaltung des Euro-Rettungsfonds EFSF zweigeteilt werden: Nach einem ersten Treffen am Sonntag vor allem zu Hilfen für Griechenland soll voraussichtlich am Mittwoch auf einem weiteren Spitzentreffen besonders über die Streitfrage eines sogenannten Hebelmechanismus für den EFSF beraten werden.

    Neue Meinungsverschiedenheiten gab es zu den Mitspracherechten des Bundestags. Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) wies Forderungen der Opposition, aber auch aus den eigenen Reihen nach einer neuen Entscheidung des Bundestagsplenums zu dem Hebelmechanismus zurück. Stattdessen solle es dazu kommende Woche eine Entscheidung im Haushaltsausschuss geben, sobald entsprechende Vorlagen auf europäischer Ebene vorlägen. Für kommenden Dienstag seien zudem neue Fraktionsberatungen geplant. Kauder wies dabei darauf hin, dass die vorgesehene Haftungsobergrenze Deutschlands von 211 Milliarden Euro auch durch einen sogenannten Hebel nicht angetastet werde. Steinmeier äußerte allerdings Zweifel an dieser Auffassung.

    Auf eine neue Abstimmung im Bundestagsplenum dringen auch die Grünen. Zweifel an der Regierungslinie äußerte zudem der CDU-Abgeordnete Wolfgang Bosbach. Sollte das Ausfallrisiko deutlich steigen, "dann ist es eine legitime Frage, ob darüber nicht der Bundestag als Ganzes entscheiden müsste", sagte Bosbach am Rande der Beratungen der Unionsfraktion.

    Es gebe keine "grundsätzliche deutsche Uneinigkeit mit Frankreich" in der Frage, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. In der Frage der so genannten EFSF-Leitlinien sei man "im Gegenteil sehr weit vorangekommen". Dass auf dem Gipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs am Sonntag darüber noch nicht entschieden werden könne, liege daran, dass diese Leitlinien "noch nicht sorgfältig genug im Detail technisch erarbeitet worden sind".

    Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hatte dagegen noch am Morgen im ZDF gesagt, die Franzosen wollten eine Banklizenz für den EFSF-Fonds. "Genau das wäre mit uns nicht zu machen", fügte er hinzu. Deutschland strebt vielmehr an, den EFSF-Fonds wie eine Art Teilkaskoversicherung zu nutzen: Diese soll Investoren ermuntern, Staatsanleihen kriselnder Eurostaaten zu kaufen, so dass der Fonds dies nicht selbst tun muss. Im Fall einer Staatspleite soll der Fonds dann einen Teil des Verlusts übernehmen.

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    60 Kommentare

    • Peter  •  vor 7 Monaten
      Es wird beraten ob das Geld freigegeben wird ? Es steht doch längst fest das Griechenland es erhalten wird,was soll denn nun diese Show? Und Griechenland wird gerettet ,um jeden Preis so ließ Fr. Merkel es ja verlauten.Und schließlich hat man den Rettungsschirm deswegen weiter ausgebaut.Und viel Spass noch bei den nächsten unzähligen Krisentreffen.
    • Thomas  •  vor 7 Monaten
      Schaf, Kuh und Ochse suchen nach dem Stein des Weisen.
    • Gambler  •  vor 7 Monaten
      Herr Steinmeier SPD und GRÜNEN haben ja wohl genug Schaden angerichtet !
    • westküste  •  vor 7 Monaten
      Rösler wer soll dir (euch) noch glauben.???
      Weg mit CDU/FDP.
    • Yahoo! Benutzer  •  vor 7 Monaten
      Amerika ist immer noch der treuhändische Besatzungsüberwacher der Alliierten. Frankreich und Großbritannien lassen Deutschland ausbluten, damit es nicht zu mächtig wird. Und natürlich haben auch amerikanische Banken Geld in unserem Schuldensystem, das sie nicht verlieren wollen. Wenn dann alle Volkswirtschaften am Boden liegen, werden die amerikanischen Finanz - Im perien im Zuge der Privatisierung alles aufkaufen, was bislang noch Volksvermögen ist. Das ist keine Prophezeiung, sondern es wird nach diesem Plan ablaufen. Todsicher.
    • JORG  •  vor 7 Monaten
      Luegner Betrueger, Lobbyisten allesamt,,,das Volk hat gewaehlt
    • Alfred  •  vor 7 Monaten
      Das Chaos wird immer größer und die Politiker drehen sich immer schneller im Kreis ohne etwas Entscheidendes auf die Beine zu stellen oder endlich einen konsequenten Schnitt zu machen. Alle haben die Hose voll, weil die diversen Lobbyisten an ihnen zerren und drohen, ihnen den Geldhahn zuzudrehen. Das, was unsere Politiker derzeit - ach, was heißt derzeit: seit Jahren!!! - zur Schau stellen, ist ein einziges Ballett ohne jegliche Choreografie. Und die Tänzer sind zudem noch allesamt grottenschlecht.
      • Kramer Andreas vor 6 Monaten
        hatt da nicht vor kurzen ein theater in moskau eröffnet? schicken wir sie doch putin! dafür müsst das balett reichen!
    • Joerg  •  vor 7 Monaten
      Ursprünglich hatten wir mal über eine Haftung vom maximal 33 Mrd. Euro geredet. Cool und hochintelligent, wie in Berlin mit unseren Steuergeldern umgegangen wird? Nee...dumm und kriminell. Erstaunlich, was man alles mit einer Blanko-Unterschrift erreichen kann. Während hierzulande das eigene Volk unter steigender Verarmung leidet werden unsere Gelder verschenkt, um sich "Freunde" zu kaufen. Warum wählen wir immer wieder inkompetente Profil-Neurotiker? Preussische Obrigkeitshörigkeit als Symptom verinnerlichter Ver-b l ö d u n g oder nur ein Beweis dafür, wie leicht sich Menschen mit niedrigem Bildungsstand durch gezielten Presse- und Marketingeinsatz manipulieren lassen?
      Kein Politiker ist dümmer als seine Wähler.
      • uns Tantje vor 7 Monaten
        @Joerg, guter Kommentar - jedoch sind die Wähler auch nicht dümmer als die Politiker, vielmehr unbestechlich und ehrlich......
      • Michael vor 7 Monaten
        Da hast recht. Wir haben zu viel dumme Wähler, dies auch so geschaffen und gewollt von den Politikern an der Macht. Nur "Dummes" lässt sich leicht manipulieren. Deswegen wird auch Dummheit gefördet mit allen Mitteln der Regierungsmacht.
    • Willbur  •  vor 7 Monaten
      Lasst uns alle zu Hebeln greifen und endlich diese Unfähigen Nieten spüren, wozu das Volk mit Hebeln in der Hand fähig ist.
    • Willbur  •  vor 7 Monaten
      Die brauchen keinen Hebel,sondern einen sehr großen Knüppel und mit voller Wucht und Treffsicherheit....
    • P W  •  vor 7 Monaten
      Was lernen wir daraus - sebst ein OBAMA mußte vor einer zu starken (Banken) Lobby kapitulieren. Die Geschichte wird zeigen, ob wir in Europa daraus lernen konnten !
    • Arminius  •  vor 7 Monaten
      Hat er (Obama) keine eigene Krise um die er sich kümmern kann?
      • Die Königin vor 7 Monaten
        Nee, der ist wohl nicht ausgelastet, so wie Frau v. d. Leyen...
    • Max  •  vor 7 Monaten
      Klasse. Der Repräsentant des Landes, das die weltweite Finanzkrise ausgelöst hat, weil die banalsten finanzpolitischen und marktregulativen Regeln in diesem wunderbaren Amerika weder eingehalten wurden noch bis heute beachtet werden, der Repräsentant dieses Landes ist der Meinung, er müsste Europa "beraten"! Es ist schlichtweg zum Kotzen, was für unfähiges Pack die Geschicke unseres Planeten lenken will.
      • Kramer Andreas vor 6 Monaten
        nicht obama sondern bush jr und bush sr haben die krise verursacht max, in den staaten!
    • Pommi  •  vor 7 Monaten
      Sollte die Bundesregierg bzw. Frau Merkel mit ihren Forderungen einbrechen kann sie ihren Hut nehmen obwohl dieses hätte schon lange passieren müssen diese Frau mit ihren Verantwortlichen können es nicht sind unfähig die meisten besitzen keine Kompetenz.Das
      Chaos bewegt sich immer schneller und keiner will es wahrhaben.
      • Frechdachs vor 7 Monaten
        Keiner im Bundestag hat Kompetenz! Alle müßten weg.
    • E W S  •  vor 7 Monaten
      Noch ein Klugschwätzer mehr, der seinen Senf dazugeben muss. Ich frage mich, was der qualitativ dazu beitragen kann. Der hat genauso wenig Ahnung wie der Rest der Truppe. Aber Politiker aller Couleur hören sich eben selbst immer wieder gerne reden. Dumme, eitle Pfauen mit Hirnblähungen.
    • michael sail  •  vor 7 Monaten
      es gilt für Politiker aller Fraktionen: sie sind überfordert haben nicht die entsprechende Ausbildung und damit verbunden auch nicht das richtige Verständnis. Wenn man "etwas" leveraged dann steigt zum einen das Risiko aber auch die damit verbundene Haftung, allerdings spielt dabei aber auch die Vertragsgestaltung eine Rolle, Stichwort Nachschußpflicht. Es wird allerdings kommen wie es kommen muß, die Blase dehnt sich mit Hilfe der Politiker weiter aus bis sie endgültig platzt, da man an den URSACHEN nichts ändert, bzw., die VERURSACHER dieser Krise (Politik/Finanzwirtschaft) genauso weiter macht wie bisher.
      Zwei Möglichkeiten gibt es allerdings für den "gemeinen" Bürger:
      1. Geld abheben bei den Banken
      2. Politiker abwählen
    • Wolfg.  •  vor 7 Monaten
      Auch mit noch so viel Gequatsche werden sie den Euro nicht am Leben erhalten denn auch die welche zahlen müssten auch unter den "Rettungsschirm".
    • CDU Oberbürgermeisterin E ...  •  vor 7 Monaten
      An der ganzen Kriese ist die CDU/CSU und FDP schuld,hätte damals Helmut Kohl das volk gefragt, ob es den Euro will, oder nicht, wäre uns viel erspart geblieben.
    • Ordeal  •  vor 7 Monaten
      Laaaangweilig! 'Sagt der Eine hü, sagt der Andere hot', nur bei der letzten Diätenerhöhung waren sie sich einig und haben sich in der Kantine lustige Sachen über ihre vera.r.s.c.h.t.e.n Wähler erzählt!
    • Thobi  •  vor 7 Monaten
      Herr Rösler ist das Deutsche Beispiel eines Dasein von Mensch, was dem Deutschen Steuerzahler irrsinnige Summen kostet, für nicht und wiedernichts.
      Wir in Deutschland und in den anderen EU-Ländern haben zu viele Idioten, die mir aus unbegreiflichen Gründen an einen Machtposten gelangt sind, nur weil sie einfach da waren.
      Herr Rösler wird sich wohl nicht bei Herrn Westerwell "Hochgeblasen" habe.
      Der "Euro" wird sterben, wenn nicht diese "Nesthocker" in den Regierungen der einzelnen EU-Staaten rausgeworfen werden.
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