Der FDP-Politiker und frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum sorgt sich um den Fortbestand seiner Partei. Die FDP sei "in der Existenz bedroht", sagte Baum im Hessischen Rundfunk. Die Partei sei "in der stärksten Krise ihrer Geschichte."
Für das schlechte Abschneiden bei der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern machte Baum auch die neue FDP-Spitze unter Philipp Rösler verantwortlich. Sie sei "nicht entschieden genug in Personalfragen und auch in Sachfragen", kritisierte er. "Ich habe mir sehr viel klarere, härtere Entscheidungen gewünscht." Baum bekräftigt seine Forderung, dass Guido Westerwelle als Außenminister zurücktreten müsse. Außerdem müsse die FDP inhaltlich vom Thema Steuersenkungen wegkommen.
Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am Sonntag hatte die FDP zwei Drittel der Stimmen verloren und war auf 2,7 Prozent abgerutscht. Sie scheidet damit aus dem Landesparlament aus.


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