Wegen schlechter Wetterbedingungen hat sich der geplante Rekordversuch des österreichischen Fallschirmspringers Felix Baumgartner erneut verzögert. Der Start des Extremsportlers, der bei einem Sprung aus 36 Kilometern Höhe im freien Fall als erster Mensch die Schallmauer durchbrechen will, war am Dienstag unsicher. Den Organisatoren zufolge könnte dies frühestens um 11.30 Uhr (Ortszeit, 19.30 Uhr MESZ) geschehen.
Der 43-Jährige sollte eigentlich schon um 06.00 morgens in einer Kapsel mit einem Helium-Ballon aufsteigen, bevor er in einem Spezialanzug zur Erde stürzt. Bei seinem waghalsigen Manöver wird Baumgartner fünf Minuten im freien Fall verbringen, bevor er seinen Fallschirm öffnet. Der Aufstieg auf 36.576 Meter dauert zwei bis drei Stunden, die Rückkehr vom Rand des Weltalls auf den Boden soll dagegen in nicht mehr als 20 Minuten abgeschlossen sein.
Der Start in Roswell in New Mexico war ursprünglich schon für Montag angesetzt, wurde wegen starker Winde und kalter Temperaturen aber um 24 Stunden auf Dienstag verschoben. Unterstützt wird Baumgartner bei dem Rekordversuch von einem Team aus rund hundert Experten. Die größte Gefahr ist, dass er ins Trudeln gerät und das Bewusstsein verliert. Den bisherigen Rekord im freien Fall hält der frühere US-Luftwaffenoberst Joe Kittinger, der 1960 aus 31.333 Metern Höhe gesprungen war.
Baumgartner absolvierte schon mehrere spektakuläre Stürze. Unter anderem sprang er vom mehr als 500 Meter hohen Turm T 101 Taipeh und von der Christusstatue auf dem Corcovado bei Rio de Janeiro in Brasilien. 2003 überquerte er den Ärmelkanal im Gleitflug mit Flügeln aus Karbonfasern.


