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    EZB-Direktor Stark gegen Schäuble

    Frankfurt/Main (dapd). Das Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), Jürgen Stark, hat sich indirekt gegen Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble gestellt. Alle politisch diskutierten Optionen sähen bis zum gewissen Grade eine Beteiligung der EZB vor, sagte Stark am Freitag in Frankfurt am Main. Sie basierten auf der Annahme, dass die EZB weiterhin griechische Papiere als Sicherheiten akzeptiere. "Das bleibt aber abzuwarten", sagte Stark.

    Ein freiwilliger Verzicht von Gläubigern könnte als selektiver Zahlungsausfall bewertet werden und könnte zu einer Art "Rating Event" führen. "Das würde uns daran hindern, griechische Papiere als Sicherheit zu akzeptieren. Den Politikern sollte das bei ihren Diskussionen klar sein", sagte Stark.

    Schäuble hatte zur Beruhigung von kritischen Bundestagsabgeordneten eine Einbeziehung privater Gläubiger zur Bedingung für eine Ausweitung der Griechenland-Hilfe gemacht.

    EZB-Präsident Jean-Claude Trichet sei weder für noch gegen eine Beteiligung des privaten Sektors, erklärte Stark weiter. Diese müsse komplett freiwillig sein und dürfe kein "Kreditereignis" darstellen. Schäuble hatte zur Beruhigung von kritischen Bundestagsabgeordneten eine Einbeziehung privater Gläubiger zur Bedingung für eine Ausweitung der Griechenland-Hilfe gemacht.

    dapd

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    2 Kommentare

    • Gunter Henze  •  vor 11 Monaten
      Warum und wie lange soll der Deutsche das Luxusleben der Griechen finanzieren ?
      Einmal muß Schluß sein !
    • Klaus  •  vor 11 Monaten
      Schäuble ist doch nicht blöd und braucht auch keine Nachhilfe von Stark. Schäubles Taktiererei diente nur dem Zweck, die Abgeordneten der Regierungskoalition auf Linie zu bringen.Nicht mehr und nicht weniger. Jetzt nach der Abstimmung im Bundestag ist der Weg frei, allein den Steuerzahler zu belasten.
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