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    EZB hält an Konjunktureinschätzung und Leitzins fest

    Frankfurt/Barcelona (dapd). Die Europäische Zentralbank (EZB) lässt trotz verschlechterter Wirtschaftsindikatoren vorerst nicht an ihrer Konjunkturprognose für die Eurozone rütteln. Mit einer langsamen Erholung der Wirtschaft im gemeinsamen Währungsraum sei im Jahresverlauf zu rechnen, sagte EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag. Ausgehend von Umfragen für das erste Quartal dürfte sich die Wirtschaftsaktivität auf niedrigem Niveau stabilisieren. Zuvor hatte der EZB-Rat auf seiner auswärtigen Sitzung in Barcelona beschlossen, den Leitzins auf seinem historischen Tiefstand von 1,00 Prozent zu belassen.

    Zwar räumte Draghi ein, dass die Unsicherheit zugenommen habe. Die Anhaltspunkte aus dem April reichten jedoch nicht aus, um von den bisherigen Grundannahmen und damit auch der langsamen Erholung im Jahresverlauf abzuweichen. Weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen der Notenbank dürften damit nicht anstehen. Ein Ausstieg aus der bisherigen Lockerungsstrategie sei indes verfrüht, sagte Draghi.

    Wegen der Gefahr einer auch im zweiten Quartal schrumpfenden Wirtschaftsleistung im Euroraum hatte es vor der Ratssitzung Spekulationen darüber gegeben, ob der EZB-Präsident nicht doch Hinweise auf zusätzliche Lockerungsmaßnahmen geben könnte.

    In Sachen Leitzins hielt die EZB derweil an ihrer im Dezember getroffenen Entscheidung fest, diesen auf dem Allzeittief zu belassen. Volkswirte rechnen damit, dass die EZB den Zins auch noch für einige Zeit auf dem Niveau von 1,00 Prozent belässt. Zu diesem Satz leihen sich Geschäftsbanken bei der EZB Geld.

    dapd

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