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    Für Osama bin Laden waren Strom und Fleisch Luxus

    Der frühere Terrorchef Osama bin Laden lehnte Fleisch und Strom als Luxusgüter ab. Lieber investierte er sein Privatvermögen in den Terrorkampf. Er pärgte auch einen besonderen Ausspruch.

    Der frühere Al-Qaida-Chef Osama bin Laden hat offenbar den Großteil seines Privatvermögens in den Terrorkampf gesteckt. Bin Laden habe für sich selbst Fleisch und Strom als Luxus abgetan, um mehr Geld in Anschläge investieren zu können, erklärte sein Nachfolger Aiman al-Sawahiri am Samstag in einer Videobotschaft.

    So habe er 1998 für die Angriffe auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania mit 224 Toten aus eigener Tasche 50.000 Dollar beigesteuert, obwohl er damals nur 55.000 Dollar besessen habe. Auch die Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA habe bin Laden mit persönlichen Mitteln unterstützt, sagte al-Sawahiri.

    "Er wurde dafür bekannt, dass er sparsam lebte, aber er gab all sein Geld für den Dschihad", erklärte bin Ladens Nachfolger an der Spitze des Extremistennetzwerks. "Luxus ist der Feind des Dschihads" sei ein Ausspruch bin Ladens gewesen. Seinen Gästen gegenüber sei bin Laden aber stets großzügig gewesen. Für sie habe er Schafe schlachten lassen.

    Zu diesem Zweck habe er sich sogar eine eigene Herde angelegt, um für Besuch gewappnet zu sein. Auch seinen Leibwächtern gegenüber habe bin Laden sich großzügig gezeigt, sagte al-Sawahiri weiter.

    Das auf islamistischen Websites veröffentlichte Video, ein Jahr nach der Tötung bin Ladens durch US-Elitesoldaten, war das zweite einer Serie namens "Tage mit dem Imam", in der al-Sawahiri nach eigenem Bekunden die "menschliche Seite" bin Ladens zeigen will.

    Beobachter vermuten, dass der als weniger charismatisch geltende al-Sawahiri mit der Betonung der Nähe zu seinem Vorgänger seine eigene Popularität stärken will.

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