Die letzten der mehr als 2,7 Millionen Zivildienstleistenden sind von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) verabschiedet worden. Die "Zivis" hätten die deutsche Gesellschaft tiefgreifend und dauerhaft verändert, erklärte die Ministerin. Seit April 1961 haben insgesamt 2.718.360 junge Männer als "Zivis" ihren Dienst in rund 37.000 sozialen und gemeinnützigen Einrichtungen geleistet.
Mit der Aussetzung der Wehrpflicht wurde am 1. Juli 2011 auch der Zivildienst ausgesetzt. Die letzten Zivildienstleistenden, die ihren Dienst über dieses Datum hinaus freiwillig verlängert haben, werden formal am 31. Dezember aus dem Dienst entlassen. Ab dem 15. Dezember erhalten sie bezahlten Sonderurlaub, so dass für sie am Donnerstag ihr Einsatz endete. "Über 50 Jahre Zivildienst in Deutschland haben wesentlich dazu beigetragen, dass es eine große Bereitschaft in unserer Gesellschaft gibt, sich zu engagieren", betonte Schröder.
Dass in Deutschland eine starke Kultur des Engagements und der Freiwilligkeit bestehe, zeigen laut Schröder die hohen Teilnehmerzahlen am neuen Bundesfreiwilligendienst und den bewährten Diensten Freiwilliges Soziales und Freiwilliges Ökologisches Jahr. Seit dem Start des Bundesfreiwilligendienstes am 1. Juli 2011 hätten sich bereits mehr als 25.000 Freiwillige gemeldet. Insgesamt nähmen mehr als 70.000 Menschen an einem Freiwilligendienst teil.


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