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    Fast 100 Tote bei Brand von Tanklastwagen in Nigeria

    Anwohner wollten Benzin abschöpfen

    Beim Brand eines Tankwagens im Süden von Nigeria sind mehr als einhundert Menschen getötet worden. Zahlreiche Bewohner aus der Umgebung hätten versucht, auslaufendes Benzin aus einem umgekippten Tankwagen abzuschöpfen, als dieser in Flammen aufging, sagte der Sprecher des Bundessstaats Rivers. Mindestens 50 weitere Menschen liegen demnach schwerverletzt im Krankenhaus.

    Der Tankwagen war nach Angaben des örtlichen Chefs der Verkehrsbehörde, Kayode Olagunju, am Morgen in der Gegend von Ahoada unweit des Ölhafens Port Harcourt verunglückt. Der Fahrer habe versucht, einen Zusammenstoß mit drei entgegenkommenden Fahrzeugen, darunter einem Bus, zu verhindern. Beim Ausweichmanöver habe er aber die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, dieses sei dann umgekippt.

    Nach Angaben von Einwohnern strömten hunderte Menschen zum Unglücksort, um Treibstoff abzuzapfen. Plötzlich habe es eine Explosion gegeben, der verunglückte Tankwagen sei in Flammen aufgegangen. Die meisten Opfer verbrannten laut Olagunju sofort.

    Viele von ihnen waren Fahrer von Motorrad-Taxis, die mit dem auslaufenden Benzin ihre Tanks füllen wollten, wie ein AFP-Fotograf berichtet. Mindestens 34 der Billigtaxis wurden nach Angaben der Behörden zerstört.

    Im ölreichen Nigeria ereignen sich immer wieder Unglücke mit Tankwagen, die hauptsächlich für die Benzinversorgung zuständig und meist auf schlechten Straßen unterwegs sind. Trotz der Explosionsgefahr versuchen arme Dorfbewohner immer wieder, das Benzin dann abzuschöpfen.

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