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    FBI nimmt Online-Filehoster MegaUpload vom Netz und knastet Kim DotCom ein

    Das US-Amerikanische FBI hat am Donnerstag, den 19.01.2012 den Filehoster MegaUpload vom Netz genommen. Als Grund gaben die Behörden - ähnlich wie beim Vorgehen gegen kino.to - zahlreiche Urheberrechtsverletzungen sowie den Vorwurf der Verschwörung zu organisierter Kriminalität an.

    Wie weit der Einflussbereich der US-Justiz reicht, spiegelt sich in der Festnahme einiger Gründungsmitglieder von MegaUpload wieder. So wurde Kim Schmitz alias Kim DotCom, der als Führungsperson der Plattform gilt, in Neuseeland verhaftet. Insgesamt werden sieben Männer angeklagt, von denen bereits vier in Gewahrsam genommen wurden. Die Angeklagten müssen nun mit einer Gefängnisstrafe von bis zu 20 Jahren rechnen.

    Als letzte Mitteilung, kurz bevor die Internetplattform geschlossen wurde, nahm MegaUpload noch zu den Anschuldigungen Stellung. Sie bezeichneten die Urheberrechtsverletzungen als "grotesk überzogen" und bekräftigten, dass der Großteil des Datenverkehrs legitim sei.

    Die Hackergruppe Anonymous reagierte sofort auf die Schließung von MegaUpload und kündigte einen Rachefeldzug an. Als Ziele sollten neben den US-Behörden auch die Internetseiten von verschiedenen Musik- und Filmindustrieverbänden dienen. Tatsächlich waren einiger dieser Seiten in der Nacht von Donnerstag auf Freitag für eine Zeit lang nicht oder nur begrenzt erreichbar. (Bild: MegaUpload)

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