Das FBI untersucht nach Medieninformationen den Fall eines republikanischen US-Abgeordneten, der bei einer Israelreise nackt im See Genezareth gebadet haben soll. Wie das Online-Magazin "Politico" berichtete, war der aus Kansas stammende Kongressabgeordnete Kevin Yoder im vergangenen Sommer betrunken und unbekleidet in den See gesprungen, wo bereits mehrere Kollegen und deren Angehörige bekleidet oder zumindest leicht bekleidet badeten.
"Bedauerlicherweise bin ich ohne Badehose ins Wasser gesprungen", zitierte "Politico" Yoder. Er entschuldige sich "für alle Peinlichkeiten, die ich meinen Kollegen und Wählern damit beschert habe". Laut dem Bericht will das FBI mit seiner Untersuchung klären, ob sich Yoder Fehlverhalten zuschulden kommen ließ.
An dem mitternächtlichen Bad im August 2011 nahmen dem Bericht zufolge mehr als 20 Politiker teil. Einige von ihnen gaben demnach religiöse Motive an - auf dem See Genezareth soll Jesus gelaufen sein und andere Wunder vollbracht haben. Der ranghöchste Republikaner auf der Studienreise, Eric Cantor, habe seine Kollegen am nächsten Tag gerügt, weil sie vom Ziel des Besuchs abgelenkt hätten, hieß es in dem Bericht weiter. Die Reise war von einer privaten US-israelischen Stiftung mit über 8000 Euro pro Teilnehmer finanziert worden.


