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    Breiter Widerstand gegen Ramsauers Pkw-Maut-Pläne

    FDP-Politiker: Vorhaben ist "schlechter Witz"

    Meistgelesene Artikel - Wirtschaft

    Mit seinem neuerlichen Vorstoß für eine Pkw-Maut ist Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) auf Kritik in der schwarz-gelben Koalition und bei den Grünen gestoßen. Automobilclubs wie der ADAC sprachen in der "Bild" von "Etikettenschwindel". Ramsauer selbst forderte im ZDF-"Morgenmagazin" anlässlich der bis Donnerstag in Köln tagenden Verkehrsministerkonferenz eine Grundsatzentscheidung zur Pkw-Maut.

    Der FDP-Fraktionsvize Patrick Döring zeigte sich in der "Rheinischen Post" überzeugt, auch nach den neuerlichen Ankündigungen Ramsauers zu einer Pkw-Maut gebe es "noch keine Gesprächsbasis". In der "Bild" nannte Döring den Vorstoß von Ramsauer einen "schlechten Witz". FDP-Generalsekretär Christian Lindner warf dem Verkehrsminister Konzeptlosigkeit vor. Ramsauer habe "bislang kein Konzept vorgelegt, aus dem auch nur ansatzweise hervorgeht, wie er mit seiner Maut zusätzliche Belastungen für Autofahrer oder den Bundeshaushalt verhindern will", kritisierte Lindner im "Donaukurier".

    Der verkehrspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Dirk Fischer (CDU), sagte der "Bild", jeder in der Koalition habe "das Recht, Themen auf die Tagesordnung zu setzen". Die Maut sei aber "ungerecht, weil große, dreckige Autos und Vielfahrer genauso viel zahlen wie kleine saubere und Wenigfahrer". Er fügte hinzu: "In dieser Legislaturperiode wird die Pkw-Maut nicht kommen." Zuvor hatte sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bereits wiederholt gegen die Einführung einer Pkw-Maut in dieser Legislaturperiode ausgesprochen.

    Die Grünen-Fraktionsvize Bärbel Höhn lehnte eine Autobahngebühr strikt ab. "Eine Pkw-Maut auf Autobahnen würde zu einer massiven Verdrängung des Verkehrs auf Landstraßen führen", warnte Höhn im "Donaukurier". "Dort gibt es dann mehr Stress in Ortschaften, Staus und Unfälle." Der Verkehrsausschuss-Vorsitzende Anton Hofreiter (Grüne) sagte der "Berliner Zeitung", eine Vignette sei eine "Flatrate fürs Rasen" und "nicht nur ökologisch Unsinn, sondern auch sozial ungerecht". "Ob ich viel oder wenig fahre, ob ich ein spritfressendes Fahrzeug habe oder ein sparsames Auto - immer muss ich den gleichen Betrag zahlen."

    Ramsauer hatte nach eigenen Angaben zuletzt verschiedene Szenarien zu der Abgabe durchrechnen lassen, "von denen sich eines am Beispiel Österreich orientiert". In dem Alpenstaat kostet eine Jahresvignette 76,50 Euro. "Autofahrer aus dem Ausland sollen hierzulande einen Beitrag leisten, wenn sie unsere Autobahnen nutzen", sagte der Minister. Für Deutsche sei das im Ausland "seit Jahren gang und gäbe". Bei einem deutschen Mautsystem sollten im Gegenzug die deutschen Autofahrer finanziell entlastet werden, wie stehe aber noch nicht fest.

    Der ADAC nannte zwar Ramsauers Einschätzung richtig, dass für Erhalt und Ausbau des Autobahnnetzes mehr Geld nötig sei. "Aber anstatt alles daran zu setzen, hierfür die Haushaltsmittel aufzustocken, ruft er nach einer Pkw-Maut und will damit Autofahrern erneut in die Tasche greifen" kritisierte ADAC-Präsident Peter Meyer in der "Bild".

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    31 Kommentare

    • waehlerbrief.de  •  vor 7 Monaten
      Ich weiß einen noch schlechteren Witz: FDP
    • Nickola  •  vor 7 Monaten
      Und ich habe gedacht, nur Brüderle redet Stuss im Suff!
    • Sigrid  •  vor 7 Monaten
      Finde es in Ordnung mit der Pkw Maut wenn sie dafür die Kfz Steuer streichen denn wenn ich ins Ausland fahren würde muß ich ja auch Zahlen in dem jeweiligem Land und warum sollen Ausländische Autofahrer bei uns für umsonst fahren .Denn wenn man bedenkt wie viele Niederländer nur durch Deutschland fahren um nach Italien zu kommen.
    • Inkognito  •  vor 7 Monaten
      Wenn die schon diesen Gedanken äußern, ist doch klar, dass die Maut kommen wird. Die LKW- Maut war erst die Einführung und Testphase.
      • Sabine vor 7 Monaten
        und das ist auch gut so!
    • Gschaftl Huber  •  vor 7 Monaten
      Jo der Ramsauer, kann zwar nix, aber sich bekannt machen, des kann er.
      • sabineffm vor 7 Monaten
        soll heimgehen und klavierspielen
    • Curia EU Taskforce  •  vor 7 Monaten
      Hallo Volkswirte. Ich muss mal ein Ernsthaftes Wort mit Euch reden. Geld rausquetschen ist sicher ein toller job. Aber achtet auf die Nachhaltigkeit, sonst geht die ganze Gesellschaft dabei kaputt. (§172).
      Thema PKW Maut: Sagt doch ganz klar, dass Elektromobilität besteuert werden muss und ihr überlegt, wie. Sie soll dabei deutlich günstiger bleiben als konventionelle Kraftstoffe. Euer Ansatz: Einführung der PKW Maut in irgendeiner Form. Für alle, denn Elektromobilität soll gefördert werden, konventionelle werden so verteuert.
      Ich denke ein Modul IN DER ELEKTROMOBILITY sollte die Fahrstrecke BAB und Mautzone messen (kann auch Stadtzentren sein!) und am Jahresende wird per Finanzamt abgerechnet. Für konventionelle Fahrzeuge: In Euren Portalen ist Bilderkennung drin. Schlicht Kennzeichen erfassen. IDS fragen. Stellt es bitte EINSICHTIG dar.
      ________
      Darf ich BITTE Familie haben? Romeo und Julia Spiele sind eine Schande.
      • MO vor 7 Monaten
        Zum Thema Elektro-Auto sollten sich mal die Beführworter mal fragen woher kommt den der Strom!
        1. zum größten Teil (ca. 50%) aus Kohle-, Gas, und Ölkraftwerke
        2. Atomkraftanlagen (ca. 23%)
        3. Alternativennergien Wind-, Solar- und Biogasanlagen (ca. 27%)

        és sollte sich jetzt jedermal klar machen, die Energiestrecke die abläuft, bis der Strom an der Steckdose an kommt. Wie hoch der Verlust bei Verbrennungsanlagen für die Stromgewinnung ist ( ca. 60-75%) und sich den Efizienzgrad ausrechnen, dann wird er merken das daß Elektroauto umwelttechnisch der Größte Flopp ist. Es werden nur die Abgase wo anders in deutlich größerer Menge erzeugt und wird auch erzeugt, wenn der Strom nicht benötigt wird.

        Vielspaß den Ökos beim Elektroauto fahren, wobei Sie noch nicht, überlegt haben welche Energie zur Herstellung von Solarpanels nötig sind und deren Lebensdauer .
    • Yahoo! Benutzer  •  vor 7 Monaten
      Die PKW-Maut wird zu 100% kommen. Nur eine Frage der Zeit. Hoffe, dass die Autofahrer auf die Straße gehen und "mehr" als demonstrieren. Wofür bezahlen wir eigentlich Kfz-Steuer? Für "Fremde" sind Milliarden da, für das deutsche Volk nur Almosen.
    • Geheim  •  vor 7 Monaten
      Her mit der geschissenen Maut, alle sollen zahlen, nicht nur wir Deutschen !
      • Geheim vor 7 Monaten
        Bin ich jetzt ein Rechtspopulist, weil ich es gewagt habe darüber nachzudenken, dass auch Ausländer,welche unsere Straßen benutzen, doch bitteschön, wie überall auf der Welt üblich auch zur Kasse gebeten werden sollen ? Wenn dem So ist, dann fahr ich nicht mehr in den Urlaub nach Italien, denn dann sind die Italiener und Österreicher auch ganz böse Rechtspopulisten.
    • Inkognito  •  vor 7 Monaten
      Das ist noch gar nix; bald soll der Solidaritätszuschlag für Griechenland eingeführt werden.
    • Kurt Abrotat  •  vor 7 Monaten
      Wann hört es endlich auf mit diesen Stasi Methoden? Oder fängt es erst an?
      Es wird zeit das die Politiker zur Rechenschaft gezogen werden bei ihren fehl-Entscheidungen wie jeder Mensch auch in der freien Marktwirtschaft? Oder warum werden Politiker wie Götter behandelt? Stasi-Merkel macht es ja vor.
    • Darkqueen  •  vor 7 Monaten
      Der witzt ist es wäre massig Geld für Strassenbau da wenn nicht der grösste Teil der LKW Maut für andere Sachen verbraucht werden würde , genauso würde es mit der PKW maut sein kleiner Teil für Strassen grosser Teil für ausgleich des allgemeinen Haushalt
    • Peter  •  vor 7 Monaten
      Was sind 250 Millionen für Merkel und Schäuble?? Nichts,denn diese schmeißen Milliarden in kürzester Zeit zum Fenster hinaus.Aber für die eh schon stark gebeutelten Autofahrer ist es erneut ein Faustschlag ins Gesicht.Ohne den Beitritt in die EU,und dem Kriseneuro würde all dieses nicht erforderlich sein.Wie immer alles zu Lasten des Steuerzahlers.
    • Groschi Barockmöbelfan  •  vor 7 Monaten
      PKW-Maut ja, dafür KFZ-Stuer weg. Angesichts der Merkelaltur fürchte ich aber fast, die Maut wird kommen, und die Steuer bleiben.
    • Kritiker  •  vor 7 Monaten
      Wie heute Morgen Herr Ramsauer in einem Fernsehinterview betonte, solle die PKW-Maut hauptsächlich die Fahrer des Auslandes treffen. Allerdings bei intensiveren Befragungen des Journalisten stellte sich dabei heraus, dass dies wohl kaum 9% der Fahrer treffen würde und der damit verbundene Verwaltungsaufwand kaum eine Mehreinnahme von Bedeutung für den Bund dabei herauskäme. So in die Enge gedrängt, gestand dann der Verkehrsminister, dass es ja auch noch andere Pläne gäbe, den Straßenbau zu finanzieren, eben durch Privatgesellschaften. "Nachtigall, ich hör dir trapsen!" Das hatten wir doch schon mal, Anschubfinanzierung hieß das und dabei wurden das Tafelsilber von Ländern und Bund verschleudert. Sollten vielleicht sogar nun die Straßen möglicherweise privatisiert werden? Das natürlich wäre eine gute Geldeinnahmequelle, jede Gesellschaft könnte dann eine Gebühr einkassieren und darauf wird dann eine Steuer erhoben. So wird wohl eher eine Mehreinnahme gesichert, schön versteckt für das allgemeine Volk, den Goldesel der Staatsbeamten. Immerhin muss der Rettungsschirm ja irgendwie "Spannung" erhalten, sonst tropft es durch und zwar ganz gewaltig.
    • Ralf  •  vor 7 Monaten
      überflüssiger und unnötiger Bürokratieaufbau. Muss mit allen Mitteln verhindert werden. Eine Abgabe die einmal geschaffen wurde, wird man nie wieder los. Geld was die Volksverbrecher einmal haben, geben die net mehr her.
    • Käsperlesepp  •  vor 7 Monaten
      na na schlechter Witz??? naja die FDP ist nicht mal das, ist eh nur noch ein Häufchen Elend
    • Uwe  •  vor 7 Monaten
      Niemand hat die Absicht ...
      ... eine PKW-Maut einzuführen!
      ... den "Eurorettungsschirm" zu erweitern!
      ... etc, pp.
      Lügenpack!!!
    • Bauernfaenger  •  vor 7 Monaten
      ...und aber die Maut MUSS fuer Auslaender eingefuehrt werden.!!!!!!!...wir muessen auch in all den o.g. Laendern zahlen...sogar in diesem beruechtigten Romania ca. 40 Euro pro Jahr, und das bei knapp 200 km Autobahnlaenge, und der Rest der Strassen bekanntermassen beruehmt beruechtigt...
    • Michael  •  vor 7 Monaten
      Da wird wieder versucht, den Bürger abzuzocken. Eine Maut ist in anderen Ländern angebracht, in denen private Untermehmen die Autobahnen gebaut haben. Diese wollen natürlich damit Geld verdienen, ist legitim und verständlich. Hier in deutschland haben die Bürger aber die Autobahnen bereits selber bezahlt !!!!
      Geld für die Instandhaltung wäre genug da, aber unser sauer verdientes Geld muß ja unbedingt im Ausland verbrannt werden....
    • Mao Tse Tung  •  vor 7 Monaten
      Statt der Pkw-Maut sollte man eine Politiker-Maut einführen. Für jeden dummen Spruch und für jede blöde Idee auf Kosten des Bürgers Euro 1000 in die Staatskasse, für jeden "Pofalla" Euro 10.000, und in einem Jahr ist D schuldenfrei. Dehnen wir das auf alle Politiker in der EU aus, ist auch die EU in zwei Jahren schuldenfrei.