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    Feuerwehrleute in Frankreich sollen Kollegen vergewaltigt haben

    Untersuchungsrichter leitet förmliches Ermittlungsverfahren ein

    Weil sie zwei Kollegen vergewaltigt und misshandelt haben sollen, ist gegen zwölf französische Feuerwehrleute ein förmliches Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Gegen vier der Beschuldigten solle wegen Vergewaltigung ermittelt werden, entschied am späten Freitagabend ein Untersuchungsrichter in Paris. Sie sollen auf der Heimfahrt von einem Sportwettbewerb im Bus einen jungen Kollegen gemeinsam vergewaltigt zu haben.

    Gegen andere Verdächtige wird ermittelt, weil sie einen zweiten Feuerwehrmann während der gleichen Fahrt geschlagen haben sollen. Zwei Männern, dem Mannschaftskapitän und dem Trainer, wird unterlassene Hilfeleistung zur Last gelegt.

    Die Vorfälle ereigneten sich nach Angaben eines Justizsprechers am Sonntag, als die Feuerwehrleute von einem Turnwettbewerb nach Hause fuhren. Ein junger Mann erstattete anschließend Strafanzeige gegen mehrere Kollegen, die ihn nach seiner Aussage mit einer Flasche sexuell missbraucht hatten. Diese Szene wurde den Angaben zufolge mit einem Handy gefilmt. Der zweite Kläger gab an, er sei von Kollegen geschlagen worden.

    Nach ersten Erkenntnissen wurden die Opfer einer Art Initiationsritual unterzogen, das dann ausartete. Diese in Frankreich "bizutage" genannten und zumeist demütigenden Rituale sind zwar seit einigen Jahren verboten, werden aber etwa bei der Armee, der Feuerwehr oder auch an einigen der Eliteschulen immer noch mehr oder weniger geduldet. Der Anwalt der Kläger forderte am Freitag, das "Gesetz des Schweigens" über diese Praktiken zu brechen.

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