München (dapd). Der Bankenexperte und Präsident des Bayerischen Finanz Zentrums, Wolfgang Gerke, hat die künftige Doppelspitze der Deutschen Bank als "Kompromiss ohne langfristige Perspektive" kritisiert. Der scheidende Vorstandschef Josef Ackermann hinterlasse die Bank "in sehr schwierigem Umfeld verhältnismäßig gut bestellt" und habe ihr durch die Übernahme der Postbank neben dem Investmentbanking ein zweites Standbein verschafft, sagte Gerke der Nachrichtenagentur dapd. "Ihm ist aber keine klare Nachfolgeregelung gelungen", bemängelte er.
Mit der Doppelspitze aus Anshu Jain und Jürgen Fitschen habe die Bank ab Juni eine Führungsspitze, die interne Schwierigkeiten zwischen Investment- und dem traditionellen Banking widerspiegele. "Da wäre eine Führungsperson wünschenswert gewesen, die beide Beine der Deutschen Bank miteinander vereint", sagte Gerke.
dapd


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