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    Findiger Streuner - Katze spürt 2000 Jahre alte Grabkammer in Rom auf

    Als der Italiener Mirko Curti einer streunenden Katze folgte, ahnte er nicht, zu welch verborgenem Ort ihn das Tier führen würde. In direkter Nachbarschaft zu seiner Wohnung stieß der Mann auf eine antike Grabkammer, die seit Jahrhunderten niemand betreten hatte.

    Eine Straßenkatze spürte in Rom eine 2000 Jahre alte Grabkammer auf (Symbolbild: thinkstock)Auf der Jagd nach einer Straßenkatze verfolgte der Römer Mirko Curti mit einem Freund den Streuner bis zu einem Kalkfelsen in der Nähe seines Appartements. Warum die Italiener dem Tier nachstellten, wurde nicht bekannt. Dann war die Katze plötzlich verschwunden. Curti und einer seiner Freunde konnten das Tier nur noch hören: „Die Katze gelangte irgendwie in eine Höhle, und wir folgten ihrem Miauen“, so der Italiener gegenüber der britischen Zeitung "Guardian".

    Als die beiden Männer im Inneren der Höhle ankamen, trauten sie ihren Augen nicht: Sie standen mitten in einer Grabkammer. Auf dem Boden lagen unzählige Knochen verstreut. In den Wänden befanden sich Nischen, wie sie im antiken Rom zur Lagerung von Urnen benutzt wurden. Das stellte ein Team von Archäologen fest, welches kurz darauf die Höhle inspizierte. Die Forscher gehen davon aus, dass die Grabkammer zwischen dem ersten Jahrhundert vor und 200 Jahre nach Christus errichtet wurde.

    Die Gebeine am Boden stammten allerdings nicht aus den Wandkammern, teilten die Forscher dem Guardian mit. Die Nischen seien ausschließlich für Urnen mit der Asche von Verstorbenen bestimmt gewesen. Demnach müssten die Knochen von einem anderen Begräbnisplatz in die Kammer gebracht worden sein, so die Annahme der Wissenschaftler. Die Archäologen wollen nun tiefer ins Innere der Höhle vorstoßen, um nach weiteren Grabstellen zu suchen.

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    Aber wie kommt es, dass die antike Stätte so lange unentdeckt blieb – und dass ausgerechnet Curti und sein Freund nun auf sie stießen? Die Archäologen vermuten, dass der Eingang zur Grabkammer aus Sicherheitsgründen verschlossen worden war. Und dass heftige Regenfälle zum Einsturz des Höhleneingangs geführt hatten. Kalkstein leidet schnell unter Erosion, wurde im antiken Italien aber häufig für den Bau von Grabstätten benutzt.

    Umso mehr freut sich Curti über den Fund in seiner Nachbarschaft – für ihn die bisher „unglaublichste Erfahrung“ seines Lebens, wie er dem Guardian sagte.


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