Es ist eine Nachricht aus längst vergessener Zeit, die ein
14-Jähriger aus einem Fluss in der US-Gemeinde Bellow Falls
herausfischte: eine Flaschenpost, abgeschickt vor 35 Jahren von dem
Amerikaner Sean Keown. Der damals kleine Junge hatte die Nachricht
seinerzeit im etwa 120 Kilometer entfernten Rochester auf Reisen
geschickt. Per Internetrecherche gelang es dem jungen Finder, Keown
ausfindig zu machen. Der reagierte verblüfft: „Ich habe seit Jahren
nicht mehr daran gedacht.“
Sean Keown war nur wenige Jahre älter als seine dreijährige Tochter heute ist, als er mit einem Kumpel zusammen eine Flaschenpost mit einer handgeschriebenen Nachricht in Rochester, im US-Bundesstaat Vermont, in den Fluss warf. 35 Jahre ist das her. Möglicherweise habe sich die Flasche zeitweise entlang des Flusses verfangen, bis sie dann, so mutmaßt Keown, im August 2011 vom Tropensturm Irene angetrieben wurde.
Fast ein Jahr später fischte Justin Shepard die Flaschenpost in Bellow Falls nun aus dem Wasser, etwa 120 Kilometer vom ursprünglichen Startpunkt entfernt. Gemeinsam mit seinem Vater war der 14-Jährige in der Gegend gerade auf Entdeckungstour. Zwar steckte in der Flasche kein Korken mehr und ihr Inhalt war durchnässt. Die handgeschriebenen Zeilen auf der Nachricht im Behälter blieben trotz des Wassers und der Zeit jedoch leserlich: Name und Telefonnummer des Verfassers ließen sich immer noch entziffern. „Ich habe versucht, die Nummer anzurufen, aber es hat überhaupt nicht funktioniert“, so Justin gegenüber dem US-Digitalsender „WCAX-TV“.
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Daraufhin machte sich der Junge an die Recherche im Internet - und wurde tasächlich fündig. Kurzerhand steckte er eine Kopie der Nachricht in einen Briefumschlag an Sean Keown. Der erhielt die Post vergangene Woche – und war überwältigt: „Bevor ich den Brief bekam, habe ich seit Jahren nicht mehr daran gedacht“, so Keown gegenüber „WCAX-TV“. „Ich hätte nie gedacht, dass ich die Flaschenpost zurückkriegen würde.“
Prompt meldete sich der mittlerweile ergraute Flaschenpostschreiber bei dem Finder Justin, und nicht nur das: „Ich war so aufgeregt, ich habe sogar meine Eltern angerufen.“ Der 14-Jährige darf sich nun übrigens auch auf eine Belohnung freuen. Die hatte Keown damals dem ehrlichen Finder seiner „Message in a Bottle“ nämlich versprochen. „Ich dachte an einen Schokoriegel oder eine Limo, damals, als ich in der Grundschule war.“ Jetzt aber winke dem Finder ein Geldgeschenk, so Keown.
Außerdem will er es Justin gleichtun und sich im Internet ebenfalls auf Personensuche begeben. Keown möchte gerne den Jungen aufspüren, mit dem er damals die Flaschenpost abgeschickt und mit dem er zahlreiche Nachmittage am Fluss verbracht hatte. Die beiden haben den Kontakt zueinander verloren.



