Nach dem Debakel um die verschobene Eröffnung des Berliner Großflughafens BER haben die Fluglinien Airberlin und Lufthansa ihre Schadenersatzforderungen bekräftigt. Airberlin-Chef Hartmut Mehdorn forderte in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" von den Flughafenbetreibern eine Garantieerklärung, dass jeder glaubhaft belegte Schaden erstattet wird. Skeptisch zeigte sich Mehdorn bezüglich des angepeilten neuen Eröffnungstermins.
Eigentlich hätte heute der neue Flughafen im Süden Berlins seine Tore öffnen sollen. Die Eröffnung wurde jedoch offiziell wegen Mängeln beim Brandschutz auf Mitte März verschoben.
Für die Lufthansa steht noch nicht fest, wieviel Schadenersatz sie fordern wird. Doch man werde die Rechnung dafür präsentieren, sagte Lufthansa-Chef Christoph Franz dem "Tagesspiegel". Die Lufthansa startete heute in Tegel ihr erweitertes Hauptstadt-Angebot, das ursprünglich für den neuen Flughafen vorgesehen war.
Der ehemalige Bahn-Chef Mehdorn kritisierte mit Blick auf das Debakel die Zusammensetzung des Flughafen-Aufsichtsrats unter Vorsitz des Berliner Oberbürgermeisters Klaus Wowereit (SPD): "Der Aufsichtsrat hätte für meinen Geschmack weniger politisch und mehr sachkundig besetzt werden können", sagte er der Zeitung.
Skeptisch gab sich Mehdorn bezüglich des angepeilten neuen Eröffnungstermins. "Wir müssen glauben, was uns die Verantwortlichen sagen", sagte der 69-Jährige der Zeitschrift "Super Illu". Ob der Flugbetrieb wirklich im März 2013 beginnen könne, "das kann ich Ihnen nicht sagen". Lufthansa-Chef Franz zeigte sich hingegen im "Tagesspiegel" zuversichtlich, dass der neue Eröffnungstermin im kommenden Jahr gehalten werden kann.


