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    Fluglotsen wollen am Donnerstag streiken

    Flugsicherung will Ausstand gerichtlich verhindern

    Flugreisenden in Deutschland könnte am Donnerstag ein Chaos bevorstehen: Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) rief die Fluglotsen zu einem sechsstündigen Streik auf, wie ein Sprecher in Frankfurt am Main sagte. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) will den Ausstand nun kurzfristig gerichtlich verhindern.

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    In einer Urabstimmung hatten sich nach Angaben der GdF zuvor fast 96 Prozent der teilnehmenden Mitglieder für Streik ausgesprochen. Am Dienstag rief nun die GdF die Fluglotsen auf, die Arbeit am Donnerstag von sechs bis zwölf Uhr niederzulegen. Es wäre nach Angaben der Gewerkschaft der erste flächendeckende Ausstand der Fluglotsen. Deren Aufgabe ist es hauptsächlich, den Flugverkehr am deutschen Himmel zu überwachen. Sollte es tatsächlich zum Streik kommen, müssten sich Reisende auf erhebliche Behinderungen einstellen: Bis zu 2500 Flüge könnten Schätzungen zufolge direkt betroffen sein. Die Flugsicherung kündigte an, gegen den geplanten Streik vor Gericht vorzugehen, dies soll vermutlich im Lauf des Mittwochs geschehen. "Wir sehen Teile der Forderungen der GdF als rechtswidrig an", sagte DFS-Arbeitsdirektor Jens Bergmann. Unter anderem verstoße die Gewerkschaft mit ihren Forderungen zur Beförderung von Mitarbeitern gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung. Sobald die schriftliche Streikandrohung der Gewerkschaft eingegangen sei, werde die DFS "einstweiligen Rechtsschutz beantragen", sagte Bergmann. Aufgrund der "Rechtswidrigkeit" einzelner Forderungen sei auch ein Schlichtungsverfahren keine Option gewesen, sagte Bergmann weiter. Während eines solchen Verfahrens hätte automatisch Friedenspflicht geherrscht, ein Streik wäre nicht möglich. Bergmann warf der Gewerkschaft vor, eine "Machtprobe auf dem Rücken der Airlines und der Fluggäste" zu vollführen. Die DFS hatte noch am Wochenende ein neues Tarifangebot gemacht. Sie bot den Fluglotsen 3,2 Prozent mehr Gehalt ab August und weitere Steigerungen auf insgesamt 5,2 Prozent binnen 29 Monaten. Dieses Angebot lehnte die GdF als "nicht akzeptabel" ab. Es sei "nicht ausreichend, nicht ausgewogen und fällt teilweise sogar hinter den Verhandlungsstand von Juni zurück", sagte GdF-Bundesvorstand Michael Schäfer. Die Gewerkschaft verlangt ein Gehaltsplus von 6,5 Prozent sowie bessere Arbeitsbedingungen für die 5500 tariflich Angestellten der DFS.

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