Tokio (dapd). Der Gewinn des japanischen Fahrzeugherstellers Honda ist im letzten Quartal des vergangenen Jahres wegen des starken Yen und Produktionsausfällen durch die Überschwemmungen in Thailand um 41 Prozent eingebrochen. Er lag bei 47,6 Milliarden Yen (rund 470 Millionen Euro), wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Für das gesamte, im März zu Ende gehende Geschäftsjahr wurde nun ein Gewinn von 215 Milliarden Yen (2,14 Milliarden Euro) erwartet. Das sind 60 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Umsatz ging im Zeitraum von Oktober bis Dezember um acht Prozent zurück.
Wegen der Überschwemmungen in Thailand musste Honda die Fabrik in Ayutthaya im Oktober schließen. Derzeit wird das Werk nach Angaben von Honda entwässert und renoviert. Ende März soll die Produktion wieder aufgenommen werden. Gegen künftige Überflutungen ist ein Schutzwall um die Fabrik geplant. In Ayutthaya werden unter anderem die Modelle Jazz, Civic, Accord und der Geländewagen CR-V produziert.
Auch Zulieferbetriebe waren von den Überschwemmungen betroffen, sodass Honda einige Fahrzeugteile in den USA und Kanada produzieren lassen musste. Insgesamt habe die Katastrophe dafür gesorgt, dass weltweit 260.000 Fahrzeuge weniger produziert worden seien, sagte ein Unternehmenssprecher.
Während die Autoproduktion zurückging, stieg die Nachfrage nach Motorrädern und Motorrollern um 6,3 Prozent im Vorjahresvergleich an. Hierfür war vor allem die wachsende Motorisierung in den Schwellenländern verantwortlich.
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