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    Forscher entdecken Wasserplaneten mit Dampfhülle

    Supererde GJ1214b bildet eine zuvor unbekannte Klasse von Himmelskörpern

    Bild: dapdAstronomen haben einen ganz neuen Planetentyp entdeckt: Eine Wasserwelt mit dicker Dampfhülle. Der Wasserplanet GJ1214b umkreist 40 Lichtjahre von der Erde entfernt einen Roten Zwergstern. Er ist gut zweieinhalb Mal so groß wie die Erde und sieben Mal so schwer.

    Die Temperatur auf seiner Oberfläche liegt nach Schätzungen der Astronomen bei rund 230 Grad Celsius. Aus ihren Berechnungen schließen die Forscher, dass er hauptsächlich aus Wasser und nur zu einem kleinen Teil aus Gestein bestehen muss. "GJ1214b gleicht damit keinem Planeten, den wir bisher kennen", sagt Studienleiter Zachory Berta vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics (CfA) in Cambridge. Über ihre Ergebnisse berichten die Forscher im Fachmagazin "The Astrophysical Journal".

    Lesen Sie auch: Sieben Millionen alte Fußabdrücke von Elefanten entdeckt


    In unserem Sonnensystem kennen Astronomen drei Klassen von Planeten: Gesteinsplaneten wie Erde, Mars oder Venus, Gasriesen wie Jupiter und Saturn und Eisriesen wie Neptun und Uranus. In anderen Planetensystemen sind zudem noch Himmelskörper aus glutflüssigem Gestein und extrem heißen Gasen bekannt. Doch die Supererde GJ1214b entspreche keinem dieser Typen, sagen die Forscher.

    Planet muss nach innen gewandert sein

    GJ1214b umkreist seinen Roten Zwergstern in einer Entfernung von nur zwei Millionen Kilometern - für einen Umlauf benötigt der Planet daher nur 38 Stunden. Nach Ansicht der Forscher muss der Wasserplanet aber einst viel weiter von seinem Stern entfernt entstanden sein, in einer Region, in der es viel Wassereis gab. Dieses Eis ballte sich zu einem Himmelskörper, der dann im Laufe der Zeit immer weiter nach innen wanderte.

    Weil der Wasserplanet kaum Gestein enthält, muss er auch eine vollkommen andere innere Struktur besitzen als beispielsweise die Erde, berichten die Forscher. "Die hohen Temperaturen und der hohe Druck im Planeteninneren könnten exotische Materialien entstehen lassen, etwa heißes Eis oder superflüssiges Wasser - Substanzen, die unserer Alltagswelt vollkommen fremd sind", sagt Berta.

    Planetenpassage vor seinem Stern beobachtet

    Der Planet GJ1214b wurde bereits 2009 entdeckt, aber erst jetzt von einem internationalen Forscherteam genauer untersucht. Mit Hilfe des Weltraumteleskops Hubble beobachteten die Astronomen das Vorüberwandern des Planeten vor seinem Zentralstern. Dieser sogenannte Transit verriet ihnen Größe und Masse des Planeten und damit auch seine Dichte. Während die vorwiegend aus Gestein bestehende Erde eine Dichte von 5,5 Gramm pro Kubikzentimeter besitze, liege die Dichte von GJ1214b bei rund zwei Gramm pro Kubikzentimeter, berichten die Forscher. Das komme der Dichte von Wasser - ein Gramm pro Kubikzentimeter - relativ nahe.

    Der Transit gab den Astronomen aber auch Aufschluss über die Zusammensetzung der Atmosphäre des Wasserplaneten, denn das Licht des Sterns passierte währenddessen die Planetenatmosphäre und wurde dabei teilweise gefiltert. Aus der Zusammensetzung des aufgefangenen Restlichts konnten die Forscher ermitteln, dass die Atmosphäre des Planeten aus einer dichten Wasserdampfhülle bestehen muss.

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    39 Kommentare

    • mirko  •  vor 3 Monaten
      Ich finde solche Themen eigentlich immer sehr interessant aber was ist "superflüssiges" Wasser?
      • Timm vor 3 Monaten
        Das ist Wasser unter extremem Druck und sehr hoher Temperatur. Aufgrund der Hitze müsste das Wasser eigentlich verdampfen aber durch den hohen Druck der auf ihm lastet bleibt es flüssig, daher "superflüssig".
      • J. vor 3 Monaten
        Vor Allem aber würde es von alleine aus einem stehenden Glas laufen. Kein Scheiß!
      • Starost vor 2 Monaten
        Weder noch, sondern es fließt reibungsfrei.
    • Jensengard  •  vor 3 Monaten
      auf der Seite scinexx (punkt de) könnt ihr viel mehr darüber lesen.
      • Ivan vor 3 Monaten
        HAST DU FRAUEN MUSKELN?
      • Jensengard vor 3 Monaten
        IST DIR SCHLECHT? Ich mach täglich bis zu 2000 Liegestütze, Radfahren, Stepper, 1 mal pro Woche 1 Stunde Dauerschwimmen.
      • Mike vor 2 Monaten
        Ivan ich kenn Jensengard glaub mir, der hat alles andere als Frauenmuskeln. Der misst sich sogar mit Leistungsportlern.
    • Oliver  •  vor 3 Monaten
      Der letzte Satz soll wohl heissen, dass eine Spectralanalyse des aufgefangenen Lichts durchgeführt wurde - viel mehr Mittel um die chemische Zusammensetzungen von Planeten, Sternen, Gaswolken etc. zu ermitteln gibt es bis dato auch nicht.
      • Bim vor 2 Monaten
        Jop sehr schade eigentlich,ich warte schon lange drauf,das wir irgendwann mit "optischen abtastern" ( "normale " Teleskope werden hier leider nix bringen) Planeten ausserhalb unseren Sonnensystemes erhaschen können.
        Von der Erde aus kann man sogar Saturn und Co.mit recht kostengünstigen Teleskopen erblicken. Einfach mal bei Youtube "Saturn telescope" eintippen.
    • Hannes  •  vor 2 Monaten
      wie kann dieser planet 7 mal so schwer sein wie die erde wenn er nur rund ein drittel der dichte der erde hat?? bei diesen werten müsste dieser planet in etwa gleich schwer sein wie die erde!!
      • danial vor 2 Monaten
        achtung.. da steht ,,zwei mal so gross" und ,,7 mal so SCHWER" nicht dicht!! also heisst das, er hat eine groessere dichte als die erde..
      • Fabian vor 2 Monaten
        Naja, hat er aber nicht, da steht 2 gramm/cm^3, die Erde soll 5 gramm/cm^3 haben, da stimmt was nicht.:D
      • Yahoo! Benutzer vor 2 Monaten
        Im Volumen geht der Durchmesser zum Kubik ein. Doppelt so groß, Radius , wäre 8-faches Volumen
    • Benedikt  •  vor 3 Monaten
      230°`? uaf dem teil will ich nciht leben^^

      aber nur mal so nebenbei 40 lichtjahre ist extrem nah normal sind ein paar millionen lichtjahre üblich^^ wenn wirs irgendwann mal schaffen riesige raumschiffe zu bauen die 10fache lichtgeschwindigkeit fliegen würd ich wohl dahin fliegen ^-^
      • Thomas vor 3 Monaten
        Das erlebst du nicht mehr. Das ist physikalisch nach jetzigem Stand auch theoretisch unmöglich. Und bei 10facher Lichtgeschwindigkeit 5 Monate unterwegs für einen heißen Wasserball? Da gibt es schönere Ziele;).
      • Starost vor 2 Monaten
        @ Thomas
        40 Lichtjahre geteilt durch 10-fache Lichtgeschwindigkeit geben 4 Jahre für die Hin- und 4 Jahre für die Rückreise, und nicht 5 Monate. Der relativistische Verjüngungseffekt, der damit einherginge, würde das zwar abmildern, aber dir den auch noch zu erklären wäre wohl Informationsoverkill.
      • Thomas vor 2 Monaten
        Sorry, mein Fehler, ist ja echt nicht so schwer zu berechnen. Ging aus Versehen von 4 Jahren aus. Den Verjüngungseffekt kenne ich, hab doch Planet der Affen gesehen;).
    • Rainer  •  vor 2 Monaten
      na da braeuchten wir erst mal einen Sternenkreuzer ....am besten gleich mit schwerer Bewaffnung um eventuelle Aliens gleich wegzuraeumen ....ja dann ....
      wird noch ein paar Jahre bis dorthin dauern .....
    • Oluja Hr  •  vor 2 Monaten
      Super und jetzt ?
      Werden sowieso nie Erfahren ob es dort so Schwachmaten wie uns gibt ist erlich gesagt auch besser so.
    • erik  •  vor 3 Monaten
      nein nicht einmal annähernd, die einzige ähnlichkeit ist das vorhanden sein von wasser, viel zu heiss, kein gestein (land), viel höhere gravitation

      "GJ1214b gleicht damit keinem Planeten, den wir bisher kennen"

      "Er ist gut zweieinhalb Mal so groß wie die Erde und sieben Mal so schwer."

      also keine ausweichmöglichhkeit für den menschen^^
    • John  •  vor 3 Monaten
      Keine Panik in ein Paar Millionen Jahren werden wir auf diesen Planeten Umziehen und Kostenlos Dampfnudeln Produzieren.
    • Christoph  •  vor 2 Monaten
      Die wissen wie schwer der Planet ist, wie heiss es dort ist nur ca. Ich kenne einen Hamster
      der bei Ihnen , wenn sie es wollen die Kuche bohnert. So was bloedes habe ich noch nie gelesen. Yahoo das ist der Gipfel von 40 Mll. Lichtjahren. Ha Ha.
    • commentator101  •  vor 3 Monaten
      An alle, die hier nach heißem Eis oder superflüssigem Wasser fragen: Der Aggregatzustand einer Substanz (also fest, flüssig oder gasförmig) hängt nicht nur von der Temperatur ab, sondern auch vom Druck. Da auf der Erdoberfläche aber immer ein nahezu konstanter Druck herrscht, kennen wir letzteres nicht. Es könnte also sein, dass aufgrund eines anderen Atmosphärendrucks auf diesem Planeten das Wasser einen anderen Aggregatzustand hat als es bei dieser Temperatur auf der Erde hätte, z.B. bei Temperaturen weit über Null Grad noch fest ist (daher heißes Eis).
    • Yahoo! Benutzer  •  vor 3 Monaten
      Da hat wohl einer nicht in Chemie aufgepasst^^ Natürlich sind 230 Grad viel zu heiß, dass es da flüssiges Wasser geben kann, aber da steht doch, dass der Planet sehr hohen Druck besitzt. Dadurch kann es passieren, dass das Wasser dort auch bei 230 Grad noch flüssig bleibt.
    • Markus  •  vor 3 Monaten
      Die Dinge die da draußen liegen, versucht man mit dem menschlichen Verstand zu begreifen. Das bedeutet aber nicht das die Dinge auch so funktionieren, wie der Mensch sie zu verstehen glaubt !
      "Zitat Mr.Spock"

      ... was dem Menschen aber Zugute kommt, ist seine enorme Vorstellungskraft und Fantasie die einer vordergründigen Logik manches Mal überlegen ist... denn nichts scheint unmöglich !
      "Zitat Cpt.Kirk"
    • GHANA  •  vor 2 Monaten
      Schon toll, wie sich einige hier mit dieser Materie auskennen, beneidenswert. Ich verstehe leider nur Bahnhof. Finds aber trotzdem interessant zu lesen und ein wenig zu lernen.
    • Wolfram  •  vor 2 Monaten
      Ein Wasserplanet mit dicker Dampfhülle, also eine gigantische Sauna! Der ideale Planet für Finnen. : ))
    • Yahoo! Benutzer  •  vor 2 Monaten
      Der Mars ist besser!
    • Yahoo! Benutzer  •  vor 3 Monaten
      An Festus57: Natürlich wird da viel interpretiert und hoch gerechnet, es gibt aber mehr als 3 Agregatszustände. Bei paar tausend Bar Druck gibts eher kein richtig fluides Wasser, sondern eben eine "komische Form"
    • Svetkaja  •  vor 3 Monaten
      Alles wie immer sehr interessant, aber müssten wir vor ort sein um alles zu analysieren, bzw näher dran sein. Messungen helfen da nicht weiter, führen nur so purer Spekutlation. Dennoch : Äußerst Interessant was da draußen alles ist.....
    • Jensengard  •  vor 3 Monaten
      http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-14465-2012-02-22.html
    • MrX  •  vor 3 Monaten
      Ich frag mich wie die offiziellen Bilder aussehen.