Die französische Regierung hat ein EU-weites Verbot der Genmais-Sorte Mon 810 des US-Herstellers Monsanto gefordert. Das Umweltministerium begründete den Vorstoß am Montagabend mit neuen wissenschaftlichen Untersuchungen zu Umweltrisiken. Falls die EU nicht handele, werde Frankreich durch eine Schutzklausel den Genmais verbieten, kündigte Umweltministerin Nathalie Kosciusko-Morizet an. Sechs andere EU-Länder, darunter Deutschland, haben dies bereits getan.
Frankreich hatte Mon 810 bereits 2008 verboten, der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg und danach der französische Staatsrat hatten das Verbot aber im Herbst gekippt, da es juristisch nicht wasserdicht war. Die Regierung hatte bereits damals angekündigt, vor der Aussaat im Frühjahr einen neuen Vorstoß zu machen.
MON 810 des Herstellers Monsanto ist durch gentechnische Veränderungen besonders resistent gegen bestimmte Insekten, gefährdet aber Schmetterlinge und andere Tiere. Auch die Gesundheitsrisiken sind nach Ansicht von Kritikern nicht ausreichend geklärt. Monsanto kündigte bereits im Januar an, in diesem Jahr keinen Genmais in Frankreich zu verkaufen.


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