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    Gebäude produziert Strom für Bewohner und Elektroautos

    Berlin (dapd-bln). Ein innovatives Einfamilienhaus im Herzen Berlin produziert doppelt so viel Energie, wie es verbraucht. Zur Einweihung des sogenannten Energieeffizienzhauses im Stadtteil Charlottenburg kamen am Mittwoch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU). Das Modellprojekt an der Fasanenstraße 87 soll Energieeffizienz mit Elektromobilität verbinden.

    "Das Projekt ist ein lebendiges Beispiel für das Wohnen der Zukunft", sagte Merkel. Mit einer in die Hausfasade integrierten Photovoltaikanlage und einer Wärmepumpe erzeugt der Wohnkubus mehr Energie, als die Bewohner benötigen. Der überschüssige Strom wird in eine Hausbatterie eingespeist und für die Elektrofahrzeuge der Bewohner genutzt. Über ein induktives Ladesystem werden die Autos auf dem Parkplatz vor dem Haus automatisch betankt. So erklärt sich auch das Motto des Projekts: "Mein Haus, meine Tankstelle!"

    Das Konzept soll ab März 2012 von einer vierköpfigen Familie auf seine Alltagstauglichkeit getestet werden. Die Familie wird derzeit noch ausgesucht. Die Auserwählten verfügen dann über eine große Wohnküche, ein Schlafzimmer, zwei Kinderzimmer und ebenso viele Badezimmer - verteilt auf zwei Etagen und 136 Quadratmeter Wohnfläche. Über Touchscreens im Haus kann die Familie ihren Energieverbrauch kontrollieren und regulieren.

    "Ich will, dass das Haus kein Prototyp bleibt. Deshalb fördern wir die Entwicklung solcher Häuser mit einem eigenen Forschungsprogramm", sagte Ramsauer. Sorge, dass bei trübem Wetter der Strom ausgeht, brauchen die Bewohner nicht zu haben. Das Haus ist an das normale Stromnetz angeschlossen, so dass sowohl überschüssiger Strom dorthin eingespeist als auch fehlender Strom abgezweigt werden kann.

    "Ich wünsche der Familie, die hier in einigen Monaten einziehen darf, eine gute Erfahrung und dann vielleicht auch später Lust, effizientes Wohnen weiter zu praktizieren", sagte die Kanzlerin. Neben der Errichtung von weiteren derartigen Häusern wünscht sich die CDU-Vorsitzende auch eine entsprechende Sanierung von Altbauten. "Es wäre dringend erforderlich, dass im Bundesrat eine Lösung für die steuerliche Förderung der Gebäudesanierung gefunden wird", sagte Merkel.

    Bis die Testfamilie in das Haus einzieht, können sich Besucher von Donnerstag (8. Dezember) an bis 29. Februar 2012 selbst ein Bild von dem innovativen Haus machen.

    ( www.bmvbs.de/effizienzhausplus )

    dapd

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    1 Kommentar

    • Erwin Lindemann  •  vor 5 Monaten
      Ein Energiesparhaus sollte auch von der Erbauergeneration bezahlbar sein und bleiben. Wenn Generationen nötig sind, verliert sich das Interesse von selbst.