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    Gefährlicher Stalker: Känguru attackiert Australierin

    Warum es ein Riesenkänguru ausgerechnet auf die 30-jährige Kirrily McWilliams abgesehen hatte, ist unklar. Fest steht: Das Tier stattete der Australierin in ihrem Garten in New South Wales mehrere Besuche höchst unfreundlicher Natur ab - es stalkte sie regelrecht. Als sie den staatlichen Tierschutz zu Hilfe rief, riet dieser ihr, das Känguru zu ignorieren. Das half wenig: Beim nächsten Besuch verprügelte es die Frau.

    Sieht putzig aus, kann aber ganz schön gefährlich werden: ein Östliches Graues Riesenkänguru (Bild: thinkstock …Am ersten Tag dachte sich Kirrily McWilliams aus der Hafenstadt Port Macquarie noch nicht viel dabei, als plötzlich ein riesiges Känguruweibchen in ihrem Garten auftauchte. Zwar knurrte das Beuteltier unfreundlich, doch dann hüpfte es wieder davon. Am darauffolgenden Tag jedoch, als McWilliams mit ihrer Dogge draußen war, kam das aggressive Tier erneut und stürzte sich auf den Hund. Möglicherweise fühlte sich das Tier durch die 65 Kilogramm schwere Dogge bedroht. Diesmal rief McWilliams bei der staatlichen Behörde „The National Parks and Wildlife Service (NPWS)“ an und bat um Hilfe. Man riet ihr, das Känguru zu ignorieren. Dann würde es von alleine verschwinden.

    Doch die Kängurudame dachte gar nicht daran, sich durch schiere Nichtbeachtung abschütteln zu lassen. Am selben Nachmittag, als McWilliams die Einfahrt hinunterlief, um ihre Tochter vom Schulbus abzuholen, rastete das Östliche Graue Riesenkänguru – Tiere dieser Gattung werden bis zu 1,40 Meter groß – so richtig aus. Es schnellte auf die 30-Jährige zu und stürzte sich auf sie. Mehrmals schlug es auf die Frau ein, kratzte sie und türmte schließlich. Auf McWilliams’ Rücken blieb unter anderem eine 30 Zentimeter lange Schnittwunde zurück. Trotzdem versucht die Angegriffene, die Sache positiv zu sehen. „Zum Glück war es kühl, weshalb ich zwei Schichten Kleidung trug – andernfalls hätte es schlimmer ausgehen können“, so die Frau gegenüber der Zeitung „Sydney Daily Telegraph“.

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    Doch die Angriffswut des ungewöhnlich aggressiven Beuteltieres war noch immer nicht erschöpft. Während Kirrily McWilliams in einer Klinik verarztet wurde, näherte es sich erneut dem Haus. Diesmal traf es den Ehemann des Opfers im Garten an, der sich jedoch mit Hilfe einer Schaufel gegen das Tier verteidigen konnte. Auch er rief bei der NWPS an – und erhielt keine Antwort. Erst einen Tag später erteilte die Behörde dem Ehepaar McWilliams eine 48 Stunden währende Erlaubnis, einen Schützen mit der Tötung des Kängurus zu beauftragen. Doch da war es längst zu spät – das Tier war bereits weitergezogen. Die NPWS teilte mit, dass die Erlaubnis, ein Känguru zu erschießen, erst als letztmögliche Maßnahme diene. Zuerst müssten das aggressive Verhalten des Tieres und die Gefahr eines Angriffs bewiesen sein.

    Immer wieder gehen Geschichten dieser Art durch die Presse. So schlugen im vergangenen Jahr Polizisten nach einer Attacke auf eine 94-jährige Australierin ein riesiges Känguru mit Pfefferspray in die Flucht. Das Tier hatte die Seniorin beim Wäscheaufhängen überrascht, niedergestreckt und mehrfach auf sie eingetreten.

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