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    Geißler bleibt bei Kompromissvorschlag zu "Stuttgart 21"

    Schlichter: Kombilösung könnte Frieden schaffen

    Der Schlichter im Streit um das Bahnhofsprojekt "Stuttgart 21", Heiner Geißler, hält an dem Kompromissvorschlag einer Kombination aus Kopf- und Tiefbahnhof fest. "Vielleicht wäre die Kombilösung ein Frieden stiftender Weg. Es wäre einen Versuch wert, diesen verbalen Kriegszustand in Stuttgart endlich zu beenden", sagte er der "Schwäbischen Zeitung". Seine Aufgabe als Schlichter sieht Geißler als beendet an.

    Geißler hatte bei der Präsentation des sogenannten Stresstests zu "Stuttgart 21" vorgeschlagen, dass der geplante umstrittene Tiefbahnhof für den Fernverkehr auf vier statt acht Gleise beschränkt werden könnte und der bestehende Kopfbahnhof verkleinert für den Regionalverkehr erhalten bleiben soll. Die von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) am Wochenende geäußerte Kritik, die Kombilösung sei ein alter, längst verworfener Vorschlag, konterte Geißler nun: Es sei ein "entscheidender Fehler" gewesen, dass ein ähnlicher Plan bereits vor 15 Jahren abgelehnt worden sei. "Wahrscheinlich wäre der Konflikt um 'Stuttgart 21' nie entstanden, wenn man das Kombimodell damals nicht eliminiert hätte", sagte Geißler der Zeitung. Das schlanke Kombimodell ist laut Geißler um über eine Milliarde Euro billiger als "Stuttgart 21". Weil aber das oberirdische Gleisfeld bei der Kombilösung weitgehend erhalten bleibt, würden weit weniger Flächen für den Bau neuer Immobilien frei. Die Stadt Stuttgart müsste dann von der Bahn bereits erworbene Grundstücke rückübereignen und lehnt daher die Kombilösung ab. Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) und die in einem Aktionsbündnis vereinten Projektgegner hatten Geißlers Vorschlag positiv aufgenommen. Geißler erklärte seine Aufgabe als Schlichter mit der Präsentation des Stresstests für beendet. "Ich ergreife keine Initiative mehr. Es ist alles erledigt. Die anderen sind nun gefragt", sagte er der "Passauer Neuen Presse". Der CDU-Politiker bezeichnete es als wichtigste Lehre aus dem Streit um "Stuttgart 21", dass es "einen Abschied von der Basta-Politik" geben müsse. "Wir brauchen bei Großprojekten eine echte Bürgerbeteiligung. Dann geht es friedlicher, demokratischer und auch schneller". Geißler kritisierte überdies das Bau- und Planungsrecht. Es sei "obrigkeitsstaatlich und verhindert jede sinnvolle Veränderung".

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    9 Kommentare

    • Christian W  •  vor 9 Monaten
      hat geissler nicht verstanden, dass es nicht darum geht den bahnverkehr zu verbessern, sondern darum der bauindustrie aufträge zuzuschanzen?
    • Rein  •  vor 9 Monaten
      Der alte Geissler ist ein Fuchs, der den Finger gerade in die Wunde bohrt, die dieser irrwitzige Bahnhofsplan hat. Gut so, hat meine Bewunderung. Das Gekläffe hier, na ja, getroffene Hunde beissen, weiß jeder. Muß man nicht ernst nehmen. Das sind die ollen Regierungsanhänger von dunnemals, die nicht verschmerzen können, dass es aus ist mit Schwarz-Gelb in BW. Hat sich diese Homburger oder wie die heißt (muß man sich nicht merken) doch zu Wort gemeldet und S21 angefeuert! Wen interessiert noch, was die FDP denkt?

      Also bellt und beisst mal schön weiter. Bin gespannt, wie es weiter geht!
      • Geile_Rampensau vor 9 Monaten
        Du hast Recht :)

        Den meisten geht es doch gar nicht um den Bahnhof, sondern es ghet nur um Volksverhetzung - Grüne, SPD ... das sind doch die eigentlichen Reizworte derjenigen, die hier die "Befürworter" spielen ...

        Wenn es genau umgekeht wäre: die Grünen hätten den Bahnhof beschlossen und die CDU wäre dagegen, dann würden die selben, die jetzt gegen die Grünen hetzen weil sie gegen den Bahnhof sind eben genauso gegen die Grünen hetzen, weil sie eben dafür wären ;-)

        Hetze gegen Grün, SPD, Muslime und Schwule : um das geht es den "Befürwortern" hier bei YAHOO ...
    • Stefan K  •  vor 9 Monaten
      Ich finde das gar nicht so schlecht, was Geisler da sagt. So wäre allen geholfen - und liebe Befürworter des Tiefbahnhofs - es sind halt nicht alle Baugenehmigungen erteilt, etliche Planfeststellungen sind noch offen
      Aber an den Kommentaren der Befürworter sieht man - meistens - welch Geistes Kinder sie sind - lesen und artikulieren ist nicht gerade die Stärke, verfassungsgemäße Rechte werden aber in Frage gestellt.
      • Geile_Rampensau vor 9 Monaten
        Nein, die meisten lesen nur "Grüne" und "SPD" und schon kommen die üblichen Hasstiraden der brauen Gesellen.
    • Arnd  •  vor 9 Monaten
      Der Mann hat von Duden und Blasen keine Ahnung!Hat der überhaupt eine Vorstellung,was er daher plabbert.?
      1) Komplett neues Planfeststellungsverfahren
      2)Komplett neue Entwurfsplanung
      3)Komplett neue Finanzplanung
      Alles in 15 Jahren von Fachleuten erarbeitete-ab in Tonne!(Koste es was es wolle)
      Das ist doch genau das ,was diese "Berufsdemonstranten"im Schilde führen.
      Liebe Bahn,das Baurecht ist auf deiner Seite-baue auf Teufel komm raus!!!
      • Geile_Rampensau vor 9 Monaten
        Aha, dir ist also lieber, mal so eben 4 Milliarden Euro mehr auszugeben als ursprünglich geplant, WEIL das Projekt ja schon geplant ist (und nein, seit 15 Jahren gibt es die Pläne natürlich nicht, sondern damals wurde erst beschlossen, über eine entsprechendes Projekt nachzudenken, die Planungen dauern bis heute an) als alles zu überdenken und mit deutlich niedrigeren Kosten auszukommen?
    • Frank  •  vor 9 Monaten
      Ich glaube der alte Tattergreis weiß garnicht mehr was er sagt.
      Wird wohl Alzheimer sein.
    • Yahoo! Benutzer  •  vor 9 Monaten
      Geissler hats drauf. der weiss, dass man das volk nur beschäftigen muss :-))
    • Februar  •  vor 9 Monaten
      Geißler wird alt : genauso alt wie sein Vorschlag !!!
    • Viktor  •  vor 9 Monaten
      Mein Gegenvorschlag zur Befriedung der Stuttgart 21 Gegner wäre, an dem Bahnhof gar nichts zu ändern sondern, nur die neue Bahntrasse zu bauen, allerdings mit einer kleinen Anpassung an der Streckenführung. Statt vom Flughafen in die Stadt, wird die Strecke für die Fernzüge weitläufig um Stuttgart herum geführt.

      Somit könnten die Stuttgarter, den, ihn Ihren Augen, ach so schmucken (wenn auch merklich in die Jahre gekommenen) Kopfbahnhof mit allen Gleisanlagen behalten. Bei diesem riesigen Vorteil macht es ihnen sicher nichts aus, zunächst mit einem Regionalzug zum Flughafen hinaus zu fahren, wenn sie ihr Städtele einmal mit der Bahn verlassen wollen.

      Die übrige Bevölkerung sowie die Bahn profitieren von einer deutlichen Verkürzung der Reisezeit von Ulm nach Heidelberg bzw. Karlsruhe, einer verbesserten Flughafenanbindung sowie geringeren Kosten.
      • Geile_Rampensau vor 9 Monaten
        Die Reisezeit nach Stuttgart ist es schon besser geworden seit Einführung der S-Bahn über HD nach Stuttgart ...
    • santanyi  •  vor 9 Monaten
      Herr Geißler hat sich mit diesem Rückschritt komplett geoutet. Er hätte sich vielleicht mal informieren müssen was in der Vergangenheit schon an Überlegungen da waren.
      Herr Palmer sollte nach seinem Auftritt zurücktretten. Er hat die Demokratie mit Füssen getretten mit seinen Äusserungen zu dem Urteil eines Gutachtens das Ihm nicht passt. Da sieht man das er nicht von 12 bis Mittag denken kann. Er selbst hat sich für das schweizer Institut ausgesprochen. Es ist eine Schande wie ein Günstling des System "Demokratie" sich so daneben benehmen kann.
      Als Fazit ist zu ziehen. Die Gegner haben sich nun endlich einer demokratischen Entscheidung zu fügen. Herr Hermann sollte nun endlich seine Job machen und nicht nur Demonstranten zu teuren Beratern machen. Das ist Geldverschwendung!!!!!!
      • Santanyi 2006 vor 9 Monaten
        Warum regst du dich darüber so auf? Meinst du, mit diesem Kommentar ändert sich was?
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