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    Facebook gibt deutlich mehr Aktien aus als geplant

    Einnahmen in Höhe von 16 Milliarden Dollar anvisiert

    Angesichts des großen Interesses von Investoren hat Facebook bei seinem bevorstehenden Börsengang noch einmal deutlich nachgelegt: Das Unternehmen erhöhte die Zahl der angebotenen Aktien um 25 Prozent, nachdem es bereits den Ausgabepreis angehoben hatte. Mit einem Volumen von bis zu 16 Milliarden Dollar (12,6 Milliarden Euro) könnte der Börsengang nun eine der größten Neuemissionen aller Zeiten werden.

    Statt 337 Millionen Aktien sollen nun rund 421 Millionen Anteilsscheine ausgegeben werden, teilte Facebook in einem aktualisierten Börsenprospekt mit. Am Dienstag hatte das Unternehmen eine höhere Preisspanne von 34 bis 38 Dollar pro Wertpapier festgelegt. Der endgültige Preis soll erst am Donnerstagabend bestimmt werden. Von den geschätzten Einnahmen kann Facebook mit etwa 6,4 Milliarden Dollar netto rechnen. Der Rest geht an Investoren, die frühzeitig in das vor acht Jahren gegründete Unternehmen eingestiegen waren und nun einen Teil ihrer Anteile zu Geld machen.

    Am Freitag soll Facebook sein Debüt an der Technologiebörse Nasdaq geben. Der Börsenwert des Unternehmens könnte sich dann auf mehr als 100 Milliarden Dollar (77,9 Milliarden Euro) belaufen - der bislang größte Börsengang eines Technologieunternehmens. Das Unternehmen aus dem kalifornischen Menlo Park stellt dabei auch US-Suchmaschinengigant Google in den Schatten, der 2004 beim Börsengang 23 Milliarden Dollar wert war. Die geschätzte Marktkapitalisierung würde Facebook in eine Liga mit dem Online-Versandhändler Amazon (100 Milliarden Dollar) und dem IT-Riesen Cisco (90 Milliarden Dollar) heben.

    Facebook ist mit mehr als 900 Millionen Mitgliedern das größte soziale Netzwerk weltweit. Allerdings gibt es Zweifel, ob die hohe Bewertung an der Börse dem tatsächlichen Wert des Unternehmens entspricht. Kritiker bemängeln, dass Facebook noch kein überzeugendes Geschäftsmodell vorgelegt habe. Das Netzwerk finanziert sich zum ganz überwiegenden Teil über Werbeeinnahmen.

    Der US-Autobauer General Motors erklärte derweil, das Geld für kostenpflichtige Anzeigen bei dem sozialen Netzwerk künftig sparen zu wollen. GM sei zu dem Schluss gekommen, dass diese Art der Werbung nur wenig Einfluss auf die Konsumenten habe. Stattdessen werde GM verstärkt in unbezahlte Werbung bei Facebook investieren, indem es eigene Facebook-Auftritte für das Unternehmen und die einzelnen Automarken schaffe und pflege.

    GM hat rund 10 Millionen Dollar (7,8 Millionen Euro) für bezahlte Anzeigen und 30 Millionen Dollar für andere Werbung in dem sozialen Netzwerk ausgegeben. Der Autokonzern ist der drittgrößte Werbekunde in den USA.

    Auch andere Unternehmen stellen den Nutzen bezahlter Anzeigen bei Facebook in Frage - trotz der vielen Zeit, die zahlreiche Facebook-Mitglieder in dem Online-Netzwerk verbringen. So ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Anzeige geklickt wird, bei der Suchmaschine Google zehn Mal höher als bei Facebook, wie das auf Online-Werbung spezialisierte Unternehmen WordStream ermittelte. Während Google Topnoten für seine Online-Werbung erhielt, wurde Facebook Nachholbedarf bescheinigt. Laut WordStream bietet Google doppelt so viel Anzeigenformate wie Facebook, darunter Werbung in Videos und Handyspielen.

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