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    Genscher legt FDP klares sozial-liberales Profil nahe

    Brüderle würde als Parteichef nicht zu Verfügung stehen

    Meistgelesene Artikel - Politik

    Die FDP muss sich nach Ansicht ihres Ehrenvorsitzenden Hans-Dietrich Genscher durch ein klar sozialliberales Profil aus der Krise retten. Die Partei müsse deutlich zeigen, "dass für uns als Repräsentanten der sozialen Marktwirtschaft das Wort sozial nicht klein geschrieben wird", sagte Genscher in der ARD. Andere liberale Spitzenpolitiker stärkten Parteichef Philipp Rösler demonstrativ den Rücken.

    Genscher sagte in der ARD, die FDP durchlebe ihre "schwerste Krise" und befinde sich in einem Überlebenskampf. Er forderte, die soziale Ausrichtung der FDP stärker zu betonen. Beim Mitgliederentscheid zum Euro-Rettungsschirm ESM sei es nicht nur um finanz- oder europapolitische Fragen gegangen, "da ging es um eine Frage der Grundausrichtung der liberalen Partei". Den Ausgang des Entscheids wertete Genscher als "bedeutende Stärkung des Vorsitzenden" und Zeichen dafür, dass die FDP "auf dem richtigen Kurs" sei.

    Am Freitag war bekannt geworden, dass die Gegner der Euro-Rettungspläne in der FDP mit ihrem Mitgliederentscheid gescheitert waren. Eine Mehrheit der Teilnehmer stützte Röslers Kurs und sprach sich für den geplanten ständigen Euro-Rettungsschirm ESM aus. Das erforderliche Quorum von einem Drittel der Parteimitglieder wurde knapp verfehlt. Im Vorfeld der Bekanntgabe des Ausgangs des Mitgliederentscheids war FDP-Generalsekretär Christian Lindner überraschend zurückgetreten, was Rösler zusätzlich unter Druck setzte.

    Entwicklungsminister Dirk Niebel mahnte angesichts der anhaltend schlechten Umfragewerte die FDP-Mitglieder zur Geschlossenheit. "Ich rate jedem, jetzt mit der Parteiführung gemeinsam an dem Erfolg der FDP zu arbeiten", sagte er. Rösler sei durch den Entscheid gestärkt worden.

    Auch FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle stellte sich hinter Rösler. In der "Bild"-Zeitung erteilte er Forderungen eine Absage, die Führung der Liberalen zu übernehmen. Rösler habe seine "volle Unterstützung".

    Über den Rücktritt Lindners zeigte sich Niebel in der Zeitung "Die Welt" nicht besonders überrascht. Die Kritik am Generalsekretär sei in letzter Zeit stärker geworden, mit Rösler habe sich Lindner zwar "auf einer Arbeitsebene" gut verstanden, "das hat aber nicht gereicht, die FDP aus der Krise zu holen". Der stellvertretende Bundesvorsitzende Holger Zastrow kritisierte Lindners Schritt als "unprofessionell".

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    54 Kommentare

    • ZG61  •  vor 5 Monaten
      Ausgerechnet Genscher
      Der hat Helmut Schmidt verraten und Helmut Kohl zum Kanzler gemacht.
      Ein Elefant vergißt nie.
      • Ein Bürger vor 5 Monaten
        Genau so war es.Aber die jüngeren Generationen wissen es nicht.Auf jeden Fall ist dieser Verein der Asozialste seit bestehen derBRD
      • Erwin Lindemann vor 4 Monaten
        Genscher hat seinen #$%$ retten wollen und hat sich dem Kohl an den Hals geschmissen. Ein großer Mann geht, ein Langer kommt. So damals die Kommentare.
    • Werner  •  vor 5 Monaten
      Asolzial ist der richtige Begriff, Herr Genscher !!! Was ist denn an der FDP sozial ?
      • Erwin Lindemann vor 4 Monaten
        Im Chor mit Erhard und Schiller konnte auch die FDP sozial denken und handeln. Als eigenständige Partei ist sie dazu nicht in der Lage.
    • Fredo Friedo  •  vor 5 Monaten
      Sozial-liberales Profil. Wann war die Radikalen der Unternehmerfreiheit für Ausbeutung denn jemals sozial?
      • Stefen Schubert vor 5 Monaten
        wenn es darum ging den Armen zu nehmen und den Reichen zu geben!
        Steuergeschenke für die Reichen und Niedriglöhne, Abgaben und Sklavenarbeit für die Armen!
        Halleluja - so sei´s FDP !
        Dekadenz und Mittelalter - das deutsche Volk will es so !
      • Helene vor 5 Monaten
        Dumme Sprüche. Glaubst Du Dein Geschwätz????
      • Erwin Lindemann vor 4 Monaten
        Die FDP braucht eine führende Kraft von ausserhalb. Das kann auch eine Kraft innerhalb der SPD sein. Eine Wendeline aus der Union eignet sich nicht dazu.
    • Andreas  •  vor 5 Monaten
      Jaha...der Mitgliederentscheid...sehr dubiose Sache... da fehlten nur 1.500 Stimmen um ihn zuzulassen - praktischerweise waren allerdings 2.100 Stimmen für ungültig erklärt worden, weil eine erklärung fehlte.
      Man kann dran fühlen...
      Und nun wirft sich "Genschmän" in die Bresche. Das holft auch nicht mehr - die FDP muss gehen.
      • Ahja Ähem vor 5 Monaten
        wozu waren die eigentlich da ?
      • Yahoo! Benutzer vor 5 Monaten
        Schon sehr schwach! Die Alte Garde muss diesen Milchbubis den Rücken stärken! Helmut Schmidt, Genscher! Man konnte sie leiden oder auch hassen! Aber diese ehemaligen Politiker haben sich durchgesetzt! Und wenn ich das so sehe gegen heute war es damals gar nicht mal so schlecht! Schade um solche Leute wenn sie von der Bühne gehen! Schmidt, Genscher, Kohl usw. kennen alle auch in ein paar Jahrzehnten noch! Rössler??? Wer war das!!!
      • Andreas vor 5 Monaten
        Sven, der Kommentar gefällt mir ...sehr wahr.
    • Stefen Schubert  •  vor 5 Monaten
      FDP Genscher zeichnet sich durch ein klar anti-sozialliberales Profil aus. Die Partei müsse deutlich zeigen, "dass für uns als Repräsentanten der sozialen Marktwirtschaft das Wort sozial nicht klein geschrieben wird"...??? sondern sozial nicht mehr bei uns vorkommt! Wir sind die Klientel-Partei des Geldes und brauchen nur die Stimmen der Wähler.Sozial? Was ist das? Wir haben die Solidarität und die soziale Verantwortung des Staates erfolgreich liquidiert! FDP 2011
      FDP 2012 an der 5 % Hürde bundesweit gescheitert!
      • Erwin Lindemann vor 4 Monaten
        Genscher hatte erkannt, dass Schmidt mit seinem Doppelbeschluss Probleme in der eigenen Partei hat. Da hat er die "desolate Haushaltssituation" als Vorwand genommen, seinen Posten zu retten und gemeinsam mit Kohl und Waigel die Haushaltssituation endgültig vor die Wand zu setzen.
    • Yahoo! Benutzer  •  vor 5 Monaten
      Diese Dreckspartei der Reichen ist fertig . Berlin 1,8 % und fünf verlorene Wahlen !
      Der neue Sprecher ein Spiegel Rambo Gute Nacht Deutschland .
    • Yahoo! Benutzer  •  vor 5 Monaten
      Da wäre auch noch Otto Graf Lambsdorff ,der wusste schon immer an Kohle zu kommen, was eventuell für die FDP und Deutschland wichtiger wäre als Genschers sozial-liberale
      Einstellung. Die hat uns ausser Migranten ohne Ende nichts gebracht als er noch als "Genschman" die Welt bereiste.
    • Eric  •  vor 5 Monaten
      Wo haben die den Genscher rausgekramt. Das ist doch ein Witz.
    • Werner  •  vor 5 Monaten
      FDP und sozial !?! Die FDP war noch nie sozial, auch nicht unter Genscher. Auch er hat in seiner Amtszeit kräftig mitgeholfen, dass die DDR verscheuert wurde an die Konzerne für 1,-- DM. Schlimmer kann man ja nicht lügen ..... und das auf seine alten Tage.... Ich frage mich immer, was die Menschen denken, die FDP wählen ?!? Abscheuliches Gesindel, das nur auf dem Rücken des arbeitenden Volkes Milliarden privat scheffelt, Pfui
    • 007  •  vor 5 Monaten
      Sozial ist auch Leute wie Koch-Mehrin/Mathemotopolis/Chatzimakakis in den eigenen
      Reihen zu dulden.Aber die werden ja vom Steuerzahler bezahlt oder wurden bezahlt.
      Wer die Zeche nicht bezahlen muss, der kann großzügig haushalten
    • Wittzzbolt  •  vor 5 Monaten
      Wohl wahr, die FDP ist in jetzíger Konstelation nicht wählbar.
      Allerdings etwas zu spät von Herrn Genscher bemerkt.
    • Buck  •  vor 5 Monaten
      So sehr ich Herrn Genscher als Persönlichkeit schätze, so wenig glaube ich auch, dass er noch irgendeinen Erfolg in Hinsicht auf Ausrichtung seiner Partei auf sozialliberale Werte hat.
      Sozialliberal und Neoliberal sind wie Feuer und Wasser. Die FDP hat den Gedanken der Sozialen Marktwirtschaft schon lange aufgegeben und sich einer reinen Vertretung der Besserverdienenden zugewandt. Sie arbeitet gegen den Solidariritätsgedanken der Sozialversicherungen, für eine Spaltung der Gesellschaft und betreibt aktive Demontage der Staatsorgane durch Steuersenkungsparolen. Arbeitslose werden diffamiert, in dem von "spätrömischer Dekadenz" gesprochen wird, enttäuschte Bürger werden indirekt in die Hände der NPD getrieben, was einer Stärkung des Nationalsozialismus durch die FDP gleichkommt.
      Mit demokratischen Grundwerten hat die FDP absolut nichts mehr zu tun.
      Wenn Herr Genscher noch etwas zum sozialliberalen Gedanken beitragen möchte, dann empfehle ich ihm, sich den Piraten anzuschließen und dieser jungen Partei, die sich diesen sozialliberalen Gedanken als Grundlage gegeben hat, ein Vorbild zu sein.
    • Willbur  •  vor 5 Monaten
      Kann mir nicht vorstellen, dass ein mündiger Bürger dieses Landes, mit gesunden Menschenverstand, solche Leute, wie Rösler und Co in der Regierung haben will. Wer will sich freiwillig noch weiter mit fadenscheinigen Aussagen in eine ungewisse Zukunft diktieren lassen und die " Alten " ändern daran nichts mehr, außer paar Reden und die sind wir ja wohl gewohnt.
    • verbatim  •  vor 5 Monaten
      Die Ratten verlassen das sinkende Schiff....
    • Erwin Lindemann  •  vor 5 Monaten
      Mit Genscher hat die FDP den allerletzten Rest an sozialem Profil abgestreift. Nun erkennt auch er langsam, wo das hingeführt hat. "Seine" Partei ist zu einer unsozialen Lobbykaste verkommen, die nur mit Lug und Trug auf einen wohl einmaligen Höhepunkt in der Wählergunst gelangt ist. - Mit Rösler, dem er nun auch noch wissentlich "Führungsqualitäten" zuspricht, wird die Partei den Sumpf dennoch nicht verlassen können. Der Kampfdackel der Kanzlerin hat alles andere als eben das.
    • Stefen Schubert  •  vor 5 Monaten
      ich las vor kurzen bei Yahoo:
      Der Neue Generalsekretär D Ö R I N G verdient sein Geld lt. Pressemeldung
      u.a. bei:
      WERTGARANTIE MANAGEMENT GMBH (Geschäftsführer)
      AGILA HAUSTIERVERSICHERUNG AG (MITGLIED IM VORSTAND) STUFE 3
      DEUTSCHE BAHN AG; MITGLIED DES AUFSICHTSRATES
      DEUTSCHE FLUGSICHERUNG: MITGLIED DES BEIRATS:
      VIFG VERKEHRSINFRASTUKTURFINANZIERUNGSGESELLSCHFT (MITGLIED IM
      AUFSICHTSRAT )
      STIFTUNG BERLINER SCHLOSS ...???
      und diese Kapilastischen wollen Sozialpolitik gestalten?
      Die halten das deutsche Volk für viel Dümmer als es -leider- ist!
      Diese FDP-Typen liqudieren den Sozialstaat-
      daher laßt diese Asozialen-Typen an der 5% Hürde scheitern !
    • NotApplicable  •  vor 5 Monaten
      Sozial-Liberal ist die Piratenpartei, aber dort will keiner asoziale fdp-Egomanen haben. Was sollte auch schon sozial daran sein den Mindestlohn zu bekämpfen, damit man weiter mit Sklavenlöhnen ausbeuten kann?
    • Erwin Lindemann  •  vor 4 Monaten
      Mit Genscher und Lambsdorff hielt ich die FDP noch für wählbar - war ein Irrtum. Nun streichelt der schleimige Wendegenscher dem Rösler die Kimme.... und hofft auf wundersame Vermehrung der Wählerstimmen.
    • Mephisto  •  vor 5 Monaten
      Und das einzige was diese Partei noch hat sind Ihre Läuse und Flöhe und selbst die sind bereits dabei sich zu verziehen!
    • Michael S  •  vor 5 Monaten
      Ich bin sicher, würde man Genscher und Scheel nach ihrer wirklichen Meinung zu "ihrer" Partei zur heutigen Zeit befragen, würde diese beiden nur ihr Anstand verwehren, deutliche Worte zu sprechen. Diese beiden, die für mich als wirkliche und wahrhaftige Politiker in gleicher Reihe mit Brandt, Schmidt, Wehner, Geißler u.ä. stehen, müssen sich doch ihre wenigen verbliebenen Haare raufen, wenn sie sehen, was Westerwelle und Co. aus dieser Partei gemacht haben.

      Und über eines bin ich mir auch sicher...........Möllemann sitzt heute irgendwo da oben auf einer Wolke, beobachtet das Schauspeil und hält sich den Bauch vor Lachen. Ihn wird es am meisten freuen, daß ein Verräter wie Westerwelle nun endlich den Lohn für seine hinterlistigen Spielchen kassiert.
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