Köln (dapd). Im Streit um das "Schwarzbuch WWF" hat das Kölner Landgericht dem World Wide Fund for Nature (WWF) und dem Autor Wilfried Huismann eine gütliche Einigung nahegelegt. Die vom WWF beantragte einstweilige Verfügung gegen falsche Tatsachenbehauptungen wurde vertagt, wie die Naturschutzorganisation am Samstag mitteilte. Bis 20. Juli haben beide Seiten nun Zeit, eine einvernehmliche Lösung zu finden.
Zuvor hatten sich Huismann und WWf geeinigt, einige kritische Passagen zu streichen. Eine interviewte WWF-Funktionärin soll in der kommenden Auflage des "Schwarzbuch WWF" nicht mehr mit Namen genannt und ihre Zitate herausgenommen werden. Sie hatte das Interview nach eigenen Angaben nicht eindeutig freigegeben.
Der WWF hatte in dem Zivilverfahren die Unterlassung von mehr als zehn Vorwürfen in dem Werk gefordert und eine entsprechende einstweilige Verfügung beantragt. Der mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Autor wirft dem WWF vor, mit Industrieunternehmen zu kooperieren, die indirekt zur Naturzerstörung beitragen.
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