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    GEW-Vorsitzender Thöne gegen geplantes Betreuungsgeld

    Gewerkschaft: "Geld nicht zum Fenster hinauswerfen"

    In der Diskussion um die Kinderbetreuung hat der Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Ulrich Thöne, das von der Regierung geplante Betreuungsgeld als "gesellschaftspolitischen Unsinn" bezeichnet. "Wir sollten das Geld nicht zum Fenster hinauswerfen. Diese finanziellen Mittel werden an anderer Stelle dringend benötigt", sagte Thöne der "Passauer Neuen Presse". Für den Ausbau der Kinderbetreuung fehle Geld und die Bezahlung der Fachkräfte müsse dringend verbessert werden.

    Um den ab dem 1. August 2013 geltenden Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz zu erfüllen, fehlten bundesweit mindestens 30.000 pädagogische Fachkräfte, sagte Thöne. Die Kommunen würden mit aller Kraft versuchen, so viele Betreuungsplätze wie nur möglich zu schaffen. "Es geht nur noch um Quantität. Die Qualität wird auf der Strecke bleiben", kritisierte der Gewerkschaftschef. Es fehlten nicht nur massenhaft Erzieherinnen, sondern auch die Ausbilder.

    Der Fachkräftemangel sei nicht kurzfristig in den Griff zu bekommen, sagte der GEW-Vorsitzende mit Blick auf den Vorschlag, entlassene Mitarbeiterinnen von Schlecker umzuschulen. "Eine eilig angelernte Schlecker-Kassiererin ist in der Kindertagesstätte überfordert", sagte Thöne. Er sprach sich auch gegen den verstärkten Einsatz von Leiharbeitern und Bundesfreiwilligendienstleistenden aus. "Solche Billig-Lösungen sind immer stärker auf dem Vormarsch. Das muss abgestellt werden."

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