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    Hitzige Landtagsdebatte über Wulff und Glaeseker

    Glaeseker setzte Landesbeschäftigte für Privatevent ein

    Die Affäre um Bundespräsident Christian Wulff und seinen früheren Sprecher Olaf Glaeseker hat im niedersächsischen Landtag für Turbulenzen gesorgt. Nach einem Zwischenruf der Linkspartei wurde die Debatte um einen Missbilligungsantrag in Hannover kurzzeitig unterbrochen. Die Landesregierung räumte ein, dass Glaeseker Landesbeschäftigte für eine Privatveranstaltung eingesetzt hatte.

    Zu den tumultartigen Szenen im Landtag kam es, als Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) in der Debatte einräumte, dass Glaeseker 2009 doch aktiv an der Organisation eines Prominenten-Treffens des Eventmanagers Manfred Schmidt beteiligt war und dafür sogar Personal eines Landesbetriebes einsetzte.

    Auf Möllrings Redebeitrag reagierte der Linken-Abgeordnete Hans-Henning Adler mit einem Zwischenruf: "Das haben sie doch schon lange gewusst." Möllring drohte ihm daraufhin mit einer Strafanzeige wegen Verleumdung. Adler begrüßte dies: "Dann kann ich Zeugen vorladen und bin gespannt, was rauskommt". Die Sitzung wurde unterbrochen und nach einer Beratung des Ältestenrats fortgesetzt.

    Möllring bestätigte mit seinen Angaben zu Glaeseker einen Bericht der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse". Demnach bestellte Glaeseker, der damals niedersächsischer Regierungssprecher war, beim Veranstaltungsmanagement der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) Leistungen für den sogenannten "Nord-Süd-Dialog". 44 Studierende halfen dann bei der Veranstaltung. Die Bezahlung der Rechnung über 5245 Euro wurde aber anschließend von der Staatskanzlei abgelehnt, wie Möllring bestätigte.

    Auf Anfragen der Opposition hatte die Landesregierung bislang stets versichert, es habe sich beim "Nord-Süd-Dialog" um eine private Veranstaltung ohne Beteiligung der Staatskanzlei gehandelt, der damalige Ministerpräsident Wulff sei lediglich Schirmherr gewesen. Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel warf Möllring vor, in früheren Aussagen "objektiv die Unwahrheit gesagt" zu haben.

    Im Zusammenhang mit dem "Nord-Süd-Dialog" ließ die Staatsanwaltschaft Hannover am Donnerstag Privat- und Geschäftsräume von Glaeseker und Schmidt durchsuchen. Sie prüft, ob Glaeseker von Schmidt ausgerichtete Veranstaltungen gefördert hat und im Gegenzug unentgeltlich Urlaube in Schmidts Feriendomizilen verbrachte.

    Mit den Stimmen der regierenden CDU/FDP-Koalition lehnte der Landtag einen Missbilligungsantrag gegen die Landesregierung wegen "nicht wahrheitsgemäßer Information des Parlaments" im Zusammenhang mit Wulffs Kredit-Affäre ab. Offen ist, ob es zur Einsetzung eines Untersuchungsausschusses kommt. Ein entsprechender Antrag der Linksfraktion wurde an die Ausschüsse überwiesen. Über ihn wird erst im Februar entschieden.

    CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe warnte unterdessen vor Anschuldigungen gegen Wulff im Zusammenhang mit dem Bestechungsverdacht gegen Glaeseker. Zunächst müsse die Justiz den Vorwürfen nachgehen, "dann muss man sehen, ob man hier Vorwürfe an den Bundespräsident richten kann, ob er das wissen konnte, wissen musste", sagte Gröhe in der ARD. Wulff hatte Glaeseker kurz vor Weihnachten ohne Angabe von Gründen entlassen.

    Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", die Wulff-Affäre habe "dem Amt nicht gut getan". Der Präsident "sollte alles tun, um Vertrauen zurückzugewinnen".

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    73 Kommentare

    • Pommi  •  vor 3 Monaten
      Möllering was für ein Heuchler Lügner der gehört ebenfalls vor den Kadi was haben
      diese Leute in der Politik zusuchen es ist kein Wunder wenn die Bevölkerung von der
      Politik die Schnauze voll haben denn diese Herren kriegen alles kaputt.
    • Peter H  •  vor 4 Monaten
      Es gibt nichts mehr zu retten !
    • Quirin Minou  •  vor 4 Monaten
      Der Kerl soll nicht versuchen,uns zuzuwulffen.
    • Pommi  •  vor 4 Monaten
      Dieser Gröhe hat sicherlich selbst genug Dreck am Stecken deshalb die unbedingte
      Rückendeckung für Wulf, denn der Glaesecker ein alter Weggefährte seit ettlichenJahren von Wulff das möchte keiner wissen was auf deren Mist gewachsen ist.Dieser Qulicke kann
      alles zugetraut werden.
      • Roland vor 4 Monaten
        Clique---aber sonst hast Du recht.
    • Xp  •  vor 4 Monaten
      Alle die noch hinter Wulff stehen, stehen mit dem Rücken zu Ihm um schneller weglaufen zu können wenn er die über die Kante fällt. Der Möchtegern-Präsident wird seine Freunde bald kennenlernen.
      • die_sichtweise vor 4 Monaten
        nsu...?
      • alois vor 4 Monaten
        wulf bekommt immer mehr wähler. die dummen verleumder sterben bald aus.
      • Christa vor 4 Monaten
        Alois in welcher Traumwelt sind sie daheim ???
    • webmehl  •  vor 4 Monaten
      da freut sich doch der bürger,
      anstatt zu regieren ist der haufen andauernd mit sich selbst beschäftigt
      und wie immer steht auch hier bereits von vornherein fest
      es wird sich nichts ändern, niemand ist schuld, alles bestens
      hauptsache der steuerzahler geht brav arbeiten und hält sein mau.
      der nächste skandal steht bestimmt schon vor der tür
    • V - Der Besucher  •  vor 4 Monaten
      Bleiben wir bei den Tatsachen, Christian Wulff ist an dem Problem vorerst mal nicht beteiligt. Was immer da gelaufen ist, muss sich der Mann im Hintergrund ans Bein binden.

      Ich hoffe ganz persönlich trotzdem, das wir Wulff irgendwie loswerden, entweder als EU-Beauftragten gegen Korruption oder in irgendeiner russischen Firma wie Gazprom.
    • Gitmo Tiger  •  vor 4 Monaten
      Herr Gröhe Sie sollen Ihren ,,Job" machen und nicht hier alles mit Daumen nach unten Bewerten!
    • Enrico  •  vor 4 Monaten
      Die Gebrüder Grimm sind lange tot, nur in der CDU glaubt man das Sie immer noch leben.
    • Kramer Andreas  •  vor 4 Monaten
      glaeseker pack nun aus auch dss mit den altenheimen wo dementen und kranken ihr stimmrecht genommen wurde und so 150wähler ohne zu wissen das sie wählten und wem , die freiheit zum eigenen stimmrecht genommen wurde , und derer altenpflegeheime gibt es viel in niedersachsen!
    • dwgaf  •  vor 4 Monaten
      Hinter Wulffsteht doch schon fast ein ganzes Batallion.
      Wieviel Rückendeckung braucht der Mann denn noch?
      • alois vor 4 Monaten
        ja gegen wulf stehen viele dumme. sie merken gar nicht, das die staatsanwaltschaft alles einstellte. diese dummis gehören bestraft.
    • Thomas M  •  vor 4 Monaten
      Eine tolle paar, fehlt nur Hundt, Pofalla, Gröhe und Kauder. Amen
      • Lech Laende vor 4 Monaten
        Hauptsache, es geht mit rechten Dingen zu - dann können sie alles machen....
    • Tom  •  vor 4 Monaten
      Herr Gröhe sie haben problemen und nicht kleine problemen. Sie sollen erst deine große klappe halten und aufhören diesen CDU und FDP Lobbyisten bestechungs instrument zu STOPPEN.
      • Dieter Lienau vor 4 Monaten
        oha,setzen 6
      • Roland vor 4 Monaten
        Ich gehe mal davon aus,Du wolltest das richtige schreiben,Tom.
      • Lech Laende vor 4 Monaten
        Richtig kann er bis heute nur Wuff Wuff schreiben...
    • Manfred  •  vor 4 Monaten
      Wenn ich diese scheinheiligen Gesichter im Fernsehen sehe und dann noch die Redensarten anhöre, na dann wir mir übel. Auch das ist menschlich, was Herr Wulff sicherlich verstehen könnte, denn er ist ja ein guter Mensch. Wie bitte? Oder?
    • Satiriker  •  vor 4 Monaten
      Sämtliche Politiker Visagen würden sich gut auf einem Steckbrief machen.

      ACHTUNG: schwerkriminelle Politiker !!!
      (und Alle die dem Wullf oder der Angela Ferkel noch die Stange halten,gleich mit darauf abbilden)

      Wer sachdienliche Hinweise geben kann,die zu deren Ergreifung führen,braucht bis zum Lebensende keine Steuern mehr zu zahlen und darf im Schloss Bellevue MIETFREI wohnen :-)
    • Roberto  •  vor 4 Monaten
      Schmeißt endlich den Wulff raus. Das ist ein Skandal. In jedem anderen europäischen Land wäre ein Wulff schon an die frische Luft gesetzt worden. Nur in Deutschland da geht so etwas.
    • kalle s  •  vor 4 Monaten
      wess brot ich ess des lied ich sing
    • Eintagsfliege  •  vor 4 Monaten
      Über dem Volke muß die Frechheit wohl grenzenlos sein.
    • santea  •  vor 4 Monaten
      wer hat Angst vorm bösen Wulff: Eine nicht frei erfundene Geschichte und immer wieder neue Hauptdarsteller in diesem Theater.
    • Enrico  •  vor 4 Monaten
      Und jetzt sind wir im Tal der Unwissenden, Ziel erreicht, oder doch am Abgrund stehend? Welches Vertrauen will er zurück gewinnen? Da gibt es keins und wird es in Zukunft auch keines geben ! Wulff haben fertig !
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