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    Griechenland-Hilfen: Steuerzahlerbund ruft zu "Nein" auf

    Verbandschef: Steuerzahler "einmal mehr die Verlierer"

    Das internationale Hilfspaket für Griechenland bleibt in Deutschland umstritten. Wie zuvor andere Parlamentarier kündigte der CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach an, er werde den geplanten Maßnahmen im Bundestag nicht zustimmen. Der Wirtschaftsverband BDI mahnte ein größeres Engagement der Leistungsträger in Griechenland an, besonders der Unternehmer.

    "Wir gehen zu Lasten künftiger Generationen Risiken ein, die ich für unvertretbar halte", sagte Bosbach der "Passauer Neuen Presse". Er hatte bereits im vergangenen Jahr mit seinem Nein zur Ausweitung des Euro-Rettungsschirms EFSF innerhalb der Union für Wirbel gesorgt. Der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Karl Heinz Däke, forderte den Bundestag in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" auf, den neuen Griechenland-Hilfen die Zustimmung zu verweigern.

    Der Bundestag stimmt am Montag über die Entscheidung der Eurozonen-Finanzminister ab, weitere Hilfen von 130 Milliarden Euro für das hochverschuldete Griechenland zu leisten. Die privaten Gläubiger des Landes - Banken, Versicherungen, Investmentfonds - sollen auf Forderungen in Höhe von 107 Milliarden Euro verzichten. Details auch zur Höhe des deutschen Anteils an dem Hilfspaket sollen laut Bundesfinanzministerium bis zur Sitzung des Haushaltsausschusses am Freitag vorliegen.

    Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Hans Peter Keitel, bot im Deutschlandfunk erneut Hilfen und Beratung durch die deutsche Wirtschaft an. Keitel verlangte aber zugleich mehr Engagement gerade "der Leistungsfähigen" in Griechenland: "Es geht nicht, dass die deutschen Investoren an der Grenze feststellen, dass die griechischen Investoren auf der Gegenspur entgegenkommen." Reformen dürften nicht "auf dem Rücken der Bürger alleine ausgetragen werden".

    Vor Sozialkürzungen auch in Deutschland warnte in Berlin der Präsident des Sozialverbandes Volkssolidarität, Gunnar Winkler. Die von den Griechen verlangten Sparmaßnahmen weckten "in Deutschland gefährliche Begehrlichkeiten". Eine Politik aber, "die vor allem bei den Ärmsten spart und die Reichen ständig verschont", gefährde in Griechenland wie in Deutschland den Zusammenhalt der Gesellschaft.

    Die griechische Regierung teilte in Athen mit, das Haushaltsdefizit des Landes werde in diesem Jahr wohl 6,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) betragen, statt der für 2012 angepeilten 5,4 Prozent. Das Bundesfinanzministerium zeigte sich mit der Entwicklung gleichwohl zufrieden. In den Verhandlungen über das Rettungspaket sei von schlechteren Zahlen ausgegangen worden, sagte eine Sprecherin in Berlin. Die neuen Daten seien in Wahrheit sogar "besser als erwartet".

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    12 Kommentare

    • Querdenker  •  vor 3 Monaten
      der Schäuble hockt in seinem Rolli und lacht und grinst - wie eigentlich immer - jedoch ist unkontrolliertes Dauergrinsen auch ein Anzeichen das jeder Psychologe einordnen könnte.

      das Irre an der Geschichte ist das wirklich keiner weiss wie es weiter geht - dauerndes Geldreinpumpen in kaputte EU Staaten kann ja auf Dauer auch nicht die Lösunf sein - doer doch ?

      Jetzt kommt noch Kroatien dazu mit einem super Staatshaushalt.

      Ich werde das Gefühl nicht los dass da einige Irre wirklich irres Zeugs machen
      • WIESNASE vor 3 Monaten
        Als normaler Mensch verstehe ich das alles auch nicht mehr. Bei allem Respeckt vor der EU .aber was haben wir hinterher davon. Irgendwann habe ich aufgehört alles nachzulesen was nun passiert,nur eben so das wichtigste. Aber an sich sehe ich nicht mehr durch. Wir werden nach einer Zeit alle pleite sein.
        WIe kann ein so kleines Land mit nur 11 millionen Menschen sooooo viele Schulden haben ????
      • Peter vor 3 Monaten
        Eigentlich ist es einfach. Ist Griechenland pleite sind es nach kurzer Zeit auch Portugal Italien und Spanien- weil sie dort zuviel spekuliert haben. Was das für Deutschland bedeutet kann man sich vorstellen. Das wäre schwer erträglich. Aber über die jetzige Politik besteht das Risiko eines furchtbaren "Horrorfilms".
    • Peter  •  vor 3 Monaten
      Korrigiert mich ruhig. Griechenland hat etwa 200 Mrd. an Schulden. Mit dem nächsten Rettungspaket würden aber schon mehr hineingepumpt. Was hat das mit Eurorettung zu tun? So, wie jeder Privathaushalt ist auch ein Staat für seine Mißwirtschaft selbst verantwortlich. Es stimmt, die EU verbindet eine große Gemeinschaft. Wir werden gemeinsam untergehen.
    • Volker Sefzat  •  vor 3 Monaten
      Bosbach schein wohl in der Politikerkaste mit einer der wenigen sein die ihr Gehirn benutzen. Von den 620 Abgeordneten scheinen 543 kein Mathematik zu beherschen. Sonst würden sie nicht so intensiv unser Steuergeld verjubeln und Deutschland mit in den Ruin treiben.
    • Godzilla  •  vor 3 Monaten
      deutschland soll zerstört werden und in der eu aufgehen, das ist der masterplan.
    • Kramer Andreas  •  vor 3 Monaten
      es reicht!
    • Kramer Andreas  •  vor 3 Monaten
      schlagt den reichen spekulanten die autos kaputt!
    • Kramer Andreas  •  vor 3 Monaten
      kein geld für medikamente und krankenversorgung in deutschland aber im ausland auf dicke tasche machen!
    • Quirin Minou  •  vor 2 Monaten
      Es muß Schluß sein mit den Zahlungen unserer Steuergelder an das Pleiteland.
      Kaum überwiesen, wird ein Teil des Geldes in Deutschland oder Schweiz angelegt.
      Ich kann nur sagen: gebt uns unsere Milliarden wieder.
    • Karsten  •  vor 3 Monaten
      Diese Warnungen werden ungehört in den Wind geschlagen, dass Geld wird auf dem Altar der politischen Europa-Einigung gewissenlos geopfert.
    • Andreas  •  vor 3 Monaten
      Wenn Bosbach und seine gleichgesinnten EU-Verweigerer eine eigene Partei aufmachten, hätten sie meine Stimme sicher.
    • Quirin Minou  •  vor 2 Monaten
      Als Goldman &Sachs Pleite war, haben wir noch schnell 300 Mio überwiesen. Jetzt macht Merkel das Gleich mit einem
      größeren Betrag.
      Merkel und Schäuble und die CDU sind doch nicht wählbar.
    • Quirin Minou  •  vor 2 Monaten
      Den Steuerzahlerruf "NEIN" verstärken wir Wähler ,wir vergessen nichts bis zu den
      Wahlen.
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