Hamburg (dapd). Die Linke tritt mit Verve für die Legalisierung von Drogen ein. Mancher in Partei und Fraktion tut dies aber offenkundig, ohne über tiefere Fachkenntnis in Sachen Rausch zu verfügen. Linksfraktionschef Gregor Gysi plauderte im Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" über seine dürftigen Erfahrungen mit Drogen.
Auf einer Veranstaltung in Köln sei er 1990 gefragt worden, wie er zur Legalisierung weicher Drogen stehe. Da er damals völlig unbewandert gewesen sei, habe er die Frage abgewimmelt. Nach der Diskussion habe ihm dann eine junge Frau einen Joint mit den Worten in die Hand gedrückt: "Nicht studieren, sondern probieren." Gysi fügte sich, nahm das Geschenk mit zurück nach Ost-Berlin und rauchte den Joint dort mit ein paar Freunden. Eine Wirkung habe er aber nicht gespürt.
Jahre später folgte das zweite Erlebnis: Gysi stand bei einem Fußballspiel im Fanblock von St. Pauli, um ihn herum wurde kräftig gekifft. Nachher habe er allein vom Passivrauchen starken Schwindel und Kopfschmerzen gespürt, berichtete er. An diesem Rausch sei er aber völlig unschuldig gewesen. Nähere Detailkenntnis strebt der Linke nicht an: "Ich brauche keine weiteren Erfahrungen damit."
dapd


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