WAS IHRE FREUNDE LESEN

    Hells-Angels-Mitglied nach Schüssen in Lebensgefahr

    Berlin (dapd-bln). Ein Rocker der Hells Angels ist am Sonntagmorgen in Hohenschönhausen niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt worden. Bei dem 47-Jährigen handele es sich um den Präsidenten der Berliner Ortsgruppe "Nomads", sagte eine Polizeisprecherin der dapd und bestätigte damit einen Bericht der "Bild"-Zeitung. Er sei bereits im Jahr 2009 schon einmal überfallen worden. Nach dem Bericht des Blatts stoppten damals mutmaßliche Bandidos-Rocker in Finowfurt (Barnim) das Auto des 47-Jährigen und rammten diesem ein Messer in den Rücken.

    In der Nacht zum Sonntag soll ein Bewaffneter auf den Rocker laut "Bild" mindestens fünf Schüsse abgegeben haben. Die Polizei sprach lediglich von mehreren Schüssen aus nächster Nähe. Nach Angaben der Polizeisprecherin sollen sich Anhänger des Opfers auch im Krankenhaus aufhalten.

    Der Polizei zufolge hörte eine Anwohnerin in Hohenschönhausen gegen 03.00 Uhr in der Zingster Straße Geräusche und bekam Gesprächsfetzen mit, bevor mehrere Schüsse fielen. Sie alarmierte daraufhin die Polizei. Der bislang unbekannte Täter ist Polizeiangaben zufolge auf der Flucht. Eine Mordkommission hat mit Unterstützung des Dezernats für Rockerkriminalität die Ermittlungen aufgenommen.

    Die Polizei hatte den Druck auf kriminelle Rockerbanden in den vergangenen Wochen deutlich erhöht. Mehrere Ortsgruppen wurden verboten, Vereinsheime durchsucht und Rocker festgenommen. Erst am Donnerstag waren bei einer Großrazzia gegen die Bandidos in Berlin und Brandenburg rund 1.000 Polizeibeamte im Einsatz.

    dapd

    Quizaction