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    Hessens Wirtschaftsminister will Änderungen bei der Börsenfusion

    Frankfurt/Main (dapd). Der milliardenschwere Zusammenschluss der Börsen in Frankfurt am Main und New York stößt auch bei der zuständigen Börsenaufsicht in Hessen auf Widerstand. Der hessische Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP) macht die Genehmigung von Änderungen der bisherigen Pläne abhängig, wie eine Ministeriumssprecherin am Mittwoch in Wiesbaden bestätigte. Massive Bedenken gibt es auch aufseiten der EU-Kommission.

    Posch habe erklärt, dass "bezüglich der aktuellen Fusionsplanung nach derzeitigem Stand börsenrechtliche Bedenken bestehen", sagte die Sprecherin. Sie bestätigte damit im Grundsatz einen Bericht des "Manager Magazins".

    Auf Einzelheiten der Einwände wollte die Sprecherin nicht eingehen. Die Aufsicht habe der Deutschen Börse "Hinweise" bezüglich der gewünschten Änderungen gegeben. Es gehe dabei um verschiedene Punkte, sagte sie. Jetzt sollten Deutsche Börse und die New York Stock Exchange (NYSE) auf diese Hinweise eingehen.

    In dem Bericht der Zeitschrift hieß es, Posch stoße sich vor allem am Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, mit dem die Börse in Frankfurt an den künftigen Mutterkonzern gebunden werde. Damit wäre die Weiterentwicklung der Börse in Frankfurt nicht mehr gewährleistet, befürchte Posch.

    Hessens Justizminister Jörg-Uwe Hahn stellte sich in einem Interview der "Frankfurter Neuen Presse" an die Seite seines Parteifreundes Posch. Oberste Prämisse müsse sein, dass der Finanzplatz Frankfurt durch die Fusion nicht belastet, sondern gestärkt werde, betonte er. Andernfalls werde "die Waage sicherlich nicht zu einer Genehmigung" tendieren. Die Technik der fusionierten Börse müsse zudem im Rhein-Main-Gebiet angesiedelt sein. "Allein mit dem Know- how der Portale sind hier 2.000 bis 3.000 hoch qualifizierte Arbeitsplätze verbunden", erklärte Hahn.

    dapd

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