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    Hollande geißelt bei Gedenkfeier Antisemitismus

    Paris (dapd). 70 Jahre nach der Deportation von 13.000 Juden durch die französische Polizei während des Zweiten Weltkriegs hat Staatspräsident François Hollande in einer Zeremonie der Opfer gedacht. Zugleich versicherte er den jüdischen Bürgern in Frankreich, dass ihre Sicherheit "unter allen Umständen und an allen Orten" gewährleistet sein müsse. "Die Sicherheit der Juden in Frankreich ist nicht die Angelegenheit der Juden, es ist die aller Franzosen", betonte Hollande.

    Der Staatspräsident erinnerte an den Überfall eines französischen Islamisten auf eine jüdische Schule in Toulouse im März, bei dem drei Kinder und ein Rabbiner getötet wurden. Sie hätten ihr Leben aus demselben Grund verloren wie damals: "weil sie Juden waren". "Die Republik verfolgt mit größter Entschlossenheit alle antisemitischen Taten und Äußerungen, die die Juden in Frankreich bedrohen könnten, sich unsicher in ihrem eigenen Land zu fühlen."

    Am 16. und 17. Juli 1942 wurden im Raum Paris rund 13.000 Juden auf Anweisung der Vichy-Regierung von der französischen Polizei festgenommen. Mehr als 8.000 von ihnen, die meisten von ihnen Kinder, wurden mehrere Tage lang im Pariser Stadion Vélodrome d'Hiver festgehalten, fast 5.000 Erwachsene wurden in Drancy interniert. Später wurden sie in Todeslager deportiert.

    "Das Verbrechen wurde in Frankreich von Frankreich begangen", erklärte Hollande bei der Gedenkfeier im Vel d'Hiv nahe dem Eiffelturm. "Kein deutscher Soldat, nicht ein einziger, wurde während dieser gesamten Operation mobilisiert", sagte der Staatspräsident. 1995 hatte der damalige Staatspräsident Jacques Chirac bei den Gedenkfeiern erstmals die Verantwortung des französischen Staats für die Deportation der Juden anerkannt.

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