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    Homosexuellen-Parade in Zagreb ohne Zwischenfälle

    Auch in Wien feiern Schwule und Lesben die Gay Pride

    Eine Woche nach den gewaltsamen Angriffen auf eine Homosexuellen-Parade in der kroatischen Küstenstadt Split hat in der Hauptstadt Zagreb die zehnte Gay-Pride-Parade ohne Zwischenfälle stattgefunden. Unter starkem Sicherheitsaufgebot nahmen mehrere tausend Menschen an der damit bisher größten Parade teil. In Wien und im französischen Toulouse gingen zehntausende Homosexuelle auf die Straße.

    Die Demonstranten in Zagreb schwenkten Fahnen mit schwul-lesbischen Symbolen und hielten Spruchbänder hoch, auf denen beispielsweise zu lesen war: "Wir beten für Eure Genesung von der Homophobie" und "Split, Kopf hoch, nächstes Jahr wird es besser". Bei einem Zwischenstopp auf einem Platz im Stadtzentrum verlas einer der Veranstalter eine Grußadresse des kroatischen Präsidenten Ivo Josipovic. Die Parade, die unter dem Motto stand "Die Zukunft gehört uns auch", endete am Abend mit einem Konzert unter freiem Himmel in der Stadtmitte. Veranstalter und Medien sprachen von 4000, die Polizei von 2000 Teilnehmern.

    In Split, einer Hochburg konservativer Nationalisten, waren am 11. Juni etwa ein Dutzend Menschen, darunter vier Journalisten, verletzt worden, als Gegendemonstranten Steine und Flaschen auf die rund 200 Teilnehmer der Homosexuellen-Parade warfen. An der Gegendemonstration nahmen 10.000 Menschen teil.

    In Zagreb wurde erstmals 2002 eine Homosexuellen-Parade organisiert. Damals war anschließend ein Dutzend Teilnehmer angegriffen worden. Seit 2002 werden jedes Jahr Homosexuellen-Paraden in der Hauptstadt abgehalten, ohne dass es größere Zwischenfälle gab. Die Paraden werden aber immer von einem großen Aufgebot an Sicherheitskräften begleitet.

    An der Gay-Pride-Parade in Wien beteiligten sich nach Angaben der Veranstalter trotz trüben Wetters mehrere zehntausend Menschen. Die Mitwirkenden, unter ihnen exzentrische Drag Queens sowie fast unbekleidete Männer und Frauen, forderten ein Ende der Diskriminierung von Homo- und Transsexuellen. Im Anschluss an die 16. Regenbogenparade - wie sie in Wien genannt wird - gab es auf dem Rathausplatz eine Abschlusskundgebung mit Reden und Live-Musik.

    In der südwestfranzösischen Stadt Toulouse demonstrierten etwa 10.000 Menschen für die Rechte von Homosexuellen, insbesondere für das Recht auf gleichgeschlechtliche Ehen.

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    2 Kommentare

    • wolf  •  vor 11 Monaten
      Schwulewelle und Konsorten waren wohl auch zugegen.
    • Petra  •  vor 11 Monaten
      Mist.

      War Volker Beck auch dabei ?
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