Frankfurt/Main (dapd). Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie pocht die IG Metall auf ein Mitspracherecht der Betriebsräte in der Leiharbeit. "Wir werden nicht zulassen, dass Arbeitnehmer zur reinen Verfügungsmasse werden. Das hat mit Flexibilität nichts zu tun", sagte Gewerkschaftschef Berthold Huber der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Wer (SNP: ^WERY - Nachrichten) das Wirtschaftssystem samt Mitspracherechten akzeptiere, müsse das auch in Personalfragen tun, sagte er. "Dieser Einsicht werden sich die Arbeitgeber nicht verschließen können."
Huber verteidigte die Forderung nach 6,5 Prozent mehr Lohn. "Wir wollen, ganz schlicht, dass die Arbeitnehmer am Produktivitätsfortschritt beteiligt werden - dem verweigern sich die Arbeitgeber", sagte er. Dabei hätten sich die Forderungen immer an die mittelfristige Inflationsrate gehalten. "Wenn die Lebenshaltung für einen Arbeitnehmer schon jetzt teurer wird, können wir das nicht ausblenden."
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