Stuttgart (dapd). Der IG-Metall-Vorsitzende Berthold Huber kritisiert die ablehnende Haltung der Metallarbeitgeber im Vorfeld der Tarifrunde. "Ich habe manchmal den Eindruck, dass die Arbeitgeber gerade den Tabukatalog aus den siebziger Jahren reanimieren", sagte Huber den "Stuttgarter Zeitung" laut Vorabbericht. "Wenn die Arbeitgeber bei dieser Position bleiben, wird es eben scheppern."
Für die Mitte März beginnenden Tarifrunde fordert die IG Metall nicht nur höhere Einkommen, sondern auch mehr Mitsprache im Umgang mit Zeitarbeit und Werkverträgen. "Die Arbeitgeber sagen, wir würden in ihre unternehmerische Entscheidungsfreiheit eingreifen - ich halte das für absolut hochstilisiert", sagte Huber.
Mit Blick auf die Entgeltverhandlungen sagte der Gewerkschaftschef: "Weil wir den verteilungsneutralen Spielraum für die Jahre 2010 und 2011 nicht ausgeschöpft haben, werden unsere Forderungen nun höher ausfallen." Mit Nachschlag habe das nichts zu tun.
dapd


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