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    Industrie lässt Energiewende von Experten beobachten

    Sorge vor Versorungsengpässen und steigenden Preisen

    Die deutsche Industrie hat Experten damit beauftragt, den Umbau des Energieversorgungssystems kritisch zu beobachten. "Wir bereiten Studien vor, die den Sachstand der Energiewende zeitnah darstellen", erklärte der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Nach Informationen des "Handelsblatts" steht dahinter die Sorge der Wirtschaft vor Versorgungsengpässen und steigenden Strompreisen.

    Die Industrie wolle die anstehenden politischen Maßnahmen flankieren und möglichst viel Know-how und wissenschaftliche Fakten zum Gelingen der Energiewende einbringen, erklärte der BDI. Nähere Angaben wollte der Verband zunächst nicht machen.

    Dem "Handelsblatt" zufolge beauftragte der BDI die Deutsche Energie-Agentur (Dena), das Energiewirtschaftliche Institut der Universität Köln (EWI) und die Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) damit, die Energiewende kritisch zu begleiten und frühzeitig auf Probleme hinzuweisen. Diese Namen wollte ein BDI-Sprecher weder bestätigen noch dementieren.

    Dem Bericht zufolge stecken die Sorge vor einem Scheitern der Energiewende und Zweifel an der Kompetenz der Bundesregierung hinter dem Entschluss des BDI, selbst Experten mit einem professionellen Monitoring zu beauftragen. "Schon kleine Fehlsteuerungen können langfristig zu enormen Kursabweichungen führen", hieß es demnach in Wirtschaftskreisen. Ein von der Bundesregierung im Oktober ins Leben gerufener Monitoring-Prozess greife aus Sicht des Verbandes zu kurz. "Es ist in unserem ureigensten Interesse, die Energiewende kritisch zu beobachten", zitierte das "Handelsblatt" aus Wirtschaftskreisen.

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