Berlin (dapd). Die teure Förderung des noch unwirtschaftlichen Sonnenstroms gefährdet nach Ansicht der Industrie die Innovationskraft deutscher Unternehmen. Die Solarförderung habe eine Summe erreicht, bei der "mindestens gleich aussichtsreiche Technologien ins Hintertreffen kommen" könnten, sagte der Präsident des Bundesverbands der deutschen Industrie (BDI), Hans-Peter Keitel, am Donnerstag in Berlin. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hat bereits Kürzungen bei der Solarförderung angekündigt.
Keitel sagte, eine Industrie zu unterstützen sei nur dann richtig, wenn sie in absehbarer Zeit aus eigener Kraft am Markt bestehen könne. "Es macht wenig Sinn, ein Kleinkind bis zur Schulreife im Brutkasten zu belassen", erklärte er. Die Förderung alternativer Energiequellen für die Energiewende nach der Abkehr von der Atomkraft sollte "technologieneutral" sein.
"Wir sollten es den einzelnen Unternehmen überlassen, in welche Richtung sie forschen und in welche Richtung sie innovative Produkte auf den Markt bringen", sagte Keitel.
Wirtschaftsminister Rösler kündigte an, die Förderung erneuerbarer Energiequellen auf den Prüfstand zu stellen. Es werde Zeit, über eine effiziente Förderung etwa von Solarstrom nachzudenken und über Preise zu reden. "Da müssen wir ran", sagte Rösler im Bundestag.
dapd


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