Der Chiphersteller Infineon hat sein Geschäftsjahr 2011 mit einem Rekordergebnis abgeschlossen. Sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn erreichte der Dax-Konzern neue Höchstmarken, wie Infineon in München mitteilte. Demnach steigerte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2011 seine Erträge um 21 Prozent auf rund vier Milliarden Euro. Unterm Strich verdiente der Konzern, dessen Geschäftsjahr von Oktober bis September dauert, den Angaben zufolge 1,12 Milliarden Euro, ein Plus von rund 70 Prozent.
Ungetrübten Grund zur Freude gab es für die Infineon-Aktionäre dennoch nicht. Wegen der sich abkühlenden konjunkturellen Lage erwartet der Konzern für die kommenden Monate deutlich schwächere Geschäfte. Für das seit Oktober laufende erste Quartal gehe das Unternehmen von einem Umsatzrückgang von etwa zehn Prozent aus. Im gesamten Geschäftsjahr 2012 werde der Umsatz vermutlich "um einen mittleren einstelligen Prozentsatz sinken", teilte Infineon weiter mit. Das Unternehmen sei "nicht immun gegen Konjunkturschwankungen", erklärte Vorstandschef Peter Bauer.
An der Börse hatten Anleger schon mit trüben Aussichten gerechnet. Dennoch zeigten sie sich am Vormittag unzufrieden. Die Infineon-Aktie notierte zwischenzeitlich um über drei Prozent im Minus bei 6,26 Euro und war damit der größte Verlierer im Dax.


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