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    Infineon stellt Investitionen auf den Prüfstand

    München (dapd). Der Chiphersteller Infineon spürt die Abschwächung des Halbleitermarkts und erwägt, seine Investitionen zu kürzen. Die Kunden würden bereits vorsichtiger, "der Scheitelpunkt im Markt ist erst einmal überschritten", sagte Vorstandschef Peter Bauer der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die Börse schickte die Infineon-Aktie auf Talfahrt, der DAX-Konzern verlor bis zum Mittag rund fünf Prozent.

    Im Moment stehe Infineon noch "gut da und bewegt sich an der oberen Kapazitätsgrenze", sagte Bauer der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Aber "wir sehen, dass sich der Halbleitermarkt abgeschwächt hat und Konjunkturindikatoren sich abschwächen. Das wirkt sich auch auf uns aus, wir sind natürlich nicht immun gegen den Zyklus", erklärte Bauer und kündigte Konsequenzen an: "Sollte eine weitere Abschwächung des Marktes kommen, schauen wir, welche geplanten Investitionen verschiebbar wären."

    Nicht angetastet würden strategische Investitionen im Umfang von 300 bis 400 Millionen Euro, zum Beispiel in die Fertigung von 300-Millimeter-Scheiben für Leistungshalbleiter. Weitere Investitionen über 300 Millionen Euro seien schon gebucht. Der Rest aber könne grundsätzlich geschoben werden, sagte Bauer.

    Eine Prognose für das kommende Geschäftsjahr wollte der Infineon-Chef nicht geben. "Momentan ist es ein Instrumentenflug", sagte er. Zumindest mittelfristig werde das Unternehmen aber weiter sehr profitabel wachsen. "Das kurzzyklische PC- und Konsumelektronikgeschäft trägt bei uns nur noch rund 15 Prozent zum Gesamtumsatz bei." Das Auto-, Industrie- und Sicherheitskartengeschäft sei deutlich stabiler.

    dapd

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